Peesten
Feueralarm

Kasendorfer Gemeindearbeiter verhindern möglicherweise Großbrand

Durch die Aufmerksamkeit von Mitarbeitern des Kasendorfer Bauhofs ist am Mittwoch möglicherweise ein Großbrand in Peesten verhindert worden.
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Mit einem Gemisch aus Wasser und Schaum versuchten die Feuerwehrleute, die Temperatur im Hackschnitzelbunker zu senken - mit Erfolg. Foto: Werner Reißaus
Mit einem Gemisch aus Wasser und Schaum versuchten die Feuerwehrleute, die Temperatur im Hackschnitzelbunker zu senken - mit Erfolg. Foto: Werner Reißaus
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Gegen 8 Uhr war es gestern mit der Ruhe im beschaulichen Peesten vorbei. Ein Großaufgebot an Feuerwehren rückte an, um einen vermeintlichen Brand in einer zum Teil mit Hackschnitzeln gefüllten Scheune zu löschen. Am Ende endete das Ganze glimpflich, der Schaden blieb gering, er wird auf lediglich 200 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand.

Vermutlich Selbstentzündung

Wie Anne Höfer, Pressesprecherin beim Polizeipräsidium Oberfranken, mitteilt, gehen die Ermittler davon aus, dass sich die Hackschnitzel selbst entzündet haben. Fremdverschulden oder ein technischer Defekt würden derzeit ausgeschlossen.

Dass aus dem Einsatz am Ende kein Großeinsatz wurde, war Mitarbeitern des Kasendorfer Bauhofs zu verdanken, die bemerkt hatten, dass aus der riesigen Scheune, die unmittelbar an der Straße am Ortsausgang Richtung Buchau steht, Rauch emporstieg. Die Männer handelten sofort und lösten um 7.45 Uhr Alarm aus.

70 Aktive im Einsatz

In der Leitstelle in Bayreuth ging man zunächst von einem größeren Scheunenbrand aus. Hinzu kam, dass die Scheune zwischen zwei Wohngebäuden steht. Als wenige Minuten später die ersten Feuerwehrleute eintrafen, konnten sie zum Glück feststellen, dass ihnen keine Flammen entgegenschlugen, sondern nur qualmender Rauch. Sehr schnell war klar, dass es sich lediglich um einen Schwelbrand im Bereich der Hackschnitzel-Lagerstätte handelte.

An die 70 Feuerwehrleute aus Peesten, Kasendorf, Mainleus, Buchau-Dörfles und Thurnau waren im Einsatz. Zudem stand die Feuerwehr Kulmbach stand für alle Fälle mit der Drehleiter in Reserve.

Kreisbrandrat startet durch

Der Zufall wollte es, dass Kreisbrandrat Stefan Härtlein einer der Ersten am Einsatzort war: "Ich war gerade auf dem Weg zur Arbeit, als ich den Einsatzbefehl bekam. Ich bin dann gleich durchgestartet. Als ich kurz nach 8 Uhr in Peesten ankam, konnte ich nur kalten, beißenden Rauch aus der Scheune wahrnehmen."

Man habe noch einen Traktor aus dem Inneren geholt, dann hätten sich Aktive mit Atemschutz ein Bild von der Lage gemacht, so Stefan Härtlein. "Es hat sich herausgestellt, dass im Hackschnitzelbunker ein Schwelbrand ausgebrochen war. Die große Alarmierung war völlig richtig, weil man ja nicht weiß, wie sich so eine Sache am Ende entwickelt."

Bunker geflutet

Die Aktiven gingen sofort dazu über, den Bunker über eine etwa einen Quadratmeter große Öffnung zu fluten. Laut Kreisbrandrat Härtlein ging es dabei darum, die Temperatur im Bunker mit einem Gemisch aus Wasser und Schaum zu senken. Eine Wärmebildkamera verdeutlichte, dass das Vorhaben schnell gelang. Örtlicher Einsatzleiter war Kommandant Andreas Ott von der Feuerwehr Peesten.



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