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Kulmbach
Burggeflüster

Karage oder Qualle?

Nein, in diesem Burggeflüster soll es nicht um Corona gehen. Es gibt schließlich auch andere Themen.
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Mich beschäftigt zum Beispiel seit Tagen die Frage, wie man das Wort Quarantäne nun richtig ausspricht.

Die einen sprechen es mit einem harten K, also "Karantäne", ähnlich der fränkischen "Karage". Die anderen etwas weicher als "Kwarantäne", was für meine Ohren ehrlich gesagt etwas merkwürdig klingt. Ist aber ja eigentlich nur logisch, habe ich mir dann gedacht. Schließlich heißt es auch "Kwalität", "Kwalle", "Kwark", "kwengeln" und "kwasseln".

Nachdem auch die Kollegen in der Redaktion nur ratlos mit dem Kopf schütteln konnten angesichts meiner Gedankengänge, habe ich das allwissende Internet bemüht und natürlich eine Antwort gefunden. Und siehe da: Quarantäne erhält in der Aussprache tatsächlich nur ein einfaches "K", weil es ein aus dem Französischen entliehenes Fremdwort ist. Und die Franzosen sprechen ein "qu" grundsätzlich nur wie ein schlichtes "k" aus.

Wer jetzt noch mehr Besser-Wissen braucht: Das Wort Quarantäne leitet sich von der Zahl 40 ab (französisch: quarante), denn so viele Tage betrug die Hafensperre für seuchenverdächtige Schiffe.

Da fällt die aktuelle Ausgangssperre mit zwei Wochen fast noch glimpflich aus. Aber über dieses Thema wollte ich heute an dieser Stelle ja nicht schreiben ...

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