Neudrossenfeld

Internationalität war Trumpf in Neudrossenfeld

Auch am Sonntag feierten noch tausende von Besuchern rund um den Neudrossenfelder Marktplatz und in der Ledergasse. Bürgermeister Dieter Schaar machte viel versprechende Aussagen zum Bräuwerck. Dort wurde erstmals der Innenhof für den Ausschank genutzt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Dudelsackspieler und ein Gitarrist zogen beim Europafest in Neudrossenfeld Augen und Ohren auf sich. Fotos: Horst Wunner
Ein Dudelsackspieler und ein Gitarrist zogen beim Europafest in Neudrossenfeld Augen und Ohren auf sich. Fotos: Horst Wunner
+7 Bilder
Die Gemeinde Neudrossenfeld hat sinnvoll investiert, das merkt man schon jetzt. Denn das Bräuwerck war der stets angesteuerte Mittelpunkt des 6. Europafestes, wo man ein fränkisches Bier trinken konnte, sich im Fachwerk-Ambiente hinter dem Gasthof wohlfühlte und sich einen wunderschönen Blick ins Rotmaintal gönnte. Rings um das neue Vorzeigeobjekt, am Marktplatz und entlang der Ledergasse feierten am Sonntag mehrere tausend Besucher bei gutem Wetter, das nur von einem kurzen Gewitterguss getrübt wurde.

Die Gemeinde hatte nichts unversucht gelassen, Ungewohntes zu bieten. Internationalität war Trumpf. Ganz im Fokus stand das Ferienland Kroatien mit Musik und Tanz. Die Gruppe FD Don Josip Kokoric überraschte mit chorischer Qualität a cappella und starker Singkraft, die Qual der Liebe, Melancholie und Träume hallten über den Marktplatz. "Wir kommen aus Bosnien, der Herzogowina, aus ganz Kroatien.
Uns gefällt es hier, Sie haben auch eine herrliche Landschaft", schwärmte Marja, eine der Mitwirkenden.

Ein Stück weiter zog der Dudelsackspieler, solo oder mit einem Gitarristen, die Aufmerksamkeit auf sich, das Trio Salato schuf mediterrane Atmosphäre. Dann Chansons à la France, polnische Weisen und die Big-Band Gringos, international eben. Fähnchen in den verschiedenen europäischen Landesfarben schmückten die Tische, fremdländische Laute vereinten sich mit Fränkischem.
Die Hoffnung von Bürgermeister Dieter Schaar bei der Eröffnung der Europatage wurde nicht enttäuscht: "Es soll ein Europa zum Anfassen sein."

Der Neudrossenfelder Schulchor sang sein Begrüßungslied in den unterschiedlichen Sprachen, und Schaar selbst wandte sich mit kroatischen Grußformen an die Besucher. "Europa ist nicht nur der Euro und die Krise, sondern ein Instrument, Menschen zusammen zu bringen", sagte er. Und die Gäste ließen sich nicht lange bitten, all die Spezialitäten zu probieren, die von den Internationalen Gesellschaften Bayreuth mit Gerichten aus Frankreich, Italien, Polen und Spanien präsentiert wurden. Aber auch die heimische Gastronomie und die Vereine gaben sich alle Mühe. Es schmeckte so gut, dass sich an den Ständen lange Schlangen bildeten, das Bier knapp wurde und nahezu alle Speisen am Abend ausverkauft waren.

Nicht zu vergessen: Jurate Lansbergis, die Tochter des früheren litauischen Staatsoberhauptes, bewegte das Gemüt zum Auftakt am Sonntag in der Dreifaltigkeitskirche mit einem beeindruckenden Konzert, das ihren Ruf als weltbekannte Organistin unterstrich.

Ein glücklicher Bürgermeister zog in der Nacht zum Montag ein positives Fazit: "Diese Europatage waren für uns und die ganze Region ein voller Erfolg, die Bemühungen zusammen mit unseren Partnern wurden anerkannt, heute und in den offiziellen Parts des Kolloquiums und des Festakts. War schon die Resonanz vorher großartig, so zeigte sich das Europafest am Sonntag trotz des Regenschauers zum Start derart attraktiv, dass wir eine überragende Besucherzahl verzeichneten. Europa lebt."

Große Nachfrage

Ein Wort verlor Schaar noch über das Bräuwerck: "Die erstmalige Nutzung des Innenhofs hat sich bewährt, die Nachfrage nach Aktien und Prospekten war außerordentlich groß. Die vielen positiven Meinungsäußerungen lassen erwarten, dass in den nächsten Tagen die noch erforderlichen Zeichnungen vorgenommen werden, damit eine Bewirtschaftung mit eigener Brauerei Wirklichkeit wird."
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren