Stadtsteinach
Einweihung

In Stadtsteinach hat das lange Warten ein Ende

Die neue, 2,3 Millionen Euro teure Turnhalle in Stadtsteinach ist offiziell eröffnet worden - mit kurzen Reden und Sportvorführungen.
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Akrobatische Übungen führten die Kinder der 5. und 6. Klasse vor. Foto: Klaus Klaschka
Akrobatische Übungen führten die Kinder der 5. und 6. Klasse vor. Foto: Klaus Klaschka
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Es kommt auch in Stadtsteinach nur äußerst selten vor, dass eine Rede des Bürgermeisters mit einer prächtigen Fanfare angekündigt wird. Das Trompetensignal von Lehrer Philipp Schäffner zu Beginn der Übergabefeier für die neue Turnhalle hatte zudem einen positiven Effekt: Es herrschte augenblicklich Ruhe unter den Schülern, die es sich auf den neuen Turnmatten gemütlich gemacht hatten.

Neubau kostete 2,3 Millionen Euro

Thomas Engel, Vizepräsident der Regierung von Oberfranken, nannte die Zahlen. 2,3 Millionen Euro habe der Neubau gekostet. Davon bekommt die Stadt als Träger der Schulgebäude 1,373 Millionen Euro als Zuschuss. Die entsprechende Urkunde überreichte Engel nun an Bürgermeister Roland Wolfrum. Die Unterstützung sei auch angemessen, betonte er.

Dazu zitierte der Vizepräsident eine Erkenntnis aus der Sportwissenschaft, dass insbesondere auch sportliche Betätigung die Lernfähigkeit der Kinder insgesamt unterstütze. Dass dies auch in Stadtsteinach bewusst umgesetzt wird, sei zudem erst kürzlich mit dem Prädikat "Sport-Grundschule" ausgezeichnet worden.

"Wunderschön" ist für Landrat Klaus Peter Söllner die Halle geworden. Die Stadt allein hätte sie nicht bauen können. Mit der Zuschussvergabe habe die Bezirksregierung aber bewiesen, dass sie ihrer Aufgabe nachkomme, "täglich im Morgen- und im Abendgebet das Wohlergehen im Landkreis Kulmbach mit einzuschließen".

Seit zehn Jahren geplant

Im Weiteren hielt er sich an die Anweisung der ebenfalls anwesenden Landtagsabgeordneten Inge Aures, sich kurz zu fassen, denn die Kinder wollten keine langen Politikerreden hören.

Seit zehn Jahren gebe es schon Absichten und Pläne für einen Turnhallenneubau, überschlug Bürgermeister Wolfrum die Entstehungsgeschichte. Es sei aber immer am Geld gescheitert. Erst mit Sonderzuweisungen sei an einen Bau zu denken gewesen. Am 18. Juli 2016 sei dann schließlich der erste Spatenstich erfolgt, mit allem Drum und Dran habe der Bau nun zwei Jahre gedauert.

Hausmeister Ott und der Berliner Flughafen

In diesem Zusammenhang dankte Wolfrum dem fast vollständig anwesenden Stadtrat und stellte fest, dass man immer an einem Strang gezogen habe. Er dankte auch dem Architekturbüro Hauck und allen beteiligten Baufirmen - insbesondere aber Hausmeister Manfred Ott. Dieser habe sich über seine normalen Aufgaben hinaus am Bau eingesetzt und sich stets um die Koordination mit den Baufirmen gekümmert.

"Mit Manfred Ott wäre selbst der Berliner Flughafen schon lang fertig." Zudem sagte der Bürgermeister der Familie Krauss in der Nachbarschaft der Schule seinen Dank, die einen Teil ihres Grundstücks abgetreten habe, so dass die neue Turnhalle gebaut werden konnte, während der Sportunterricht in der alten Halle noch weiter gehen konnte.

Sportliche Einlagen

Bevor Architekt Bruno Hauck den symbolischen goldenen Schlüssel an Bürgermeister Wolfrum übergab, führten die Schüler sportliche Einlagen vor: Von rhythmischer Sportgymnastik über Breakdance, Ball- und Seilkunststücke inklusive Kopfstand und Spagat bis hin zum Reigentanz war alles dabei.

Mit einem freien Tanz (Schulleiter Michael Pfitzner: "Wer nicht mitmacht, wird aufgeschrieben!") aller Schüler und Gäste ging die Feier schließlich zu Ende - am kalten Büffet vorbei zurück in die Klassenräume und anschließend in die wohlverdienten Herbstferien.

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