Kulmbach
Treffen

In Kulmbach trafen sich die Fachleute des guten Geschmacks

Wo hätte der erste bayerische Sommelier-Gipfel besser platziert sein können als in der Genussregion Oberfranken. Das Mönchshof der Kulmbacher Brauerei war Treffpunkt für die Protagonisten , die das Leben etwas schöner, nachhaltiger und auch gesünder machen.
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Erfassen mit allen Sinnen und Informationsaustausch waren beim Sommelier-Gipfel  gefragt. Foto:  Horst Wunner
Erfassen mit allen Sinnen und Informationsaustausch waren beim Sommelier-Gipfel gefragt. Foto: Horst Wunner
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Das, was hier ein Wochenende lang verkostet, geschmeckt und erfahren wird, ist handwerklich produziert, es wird auf Vitamine geachtet und dem industriell Künstlichen keine Chance gelassen.

Fachleute aus ganz Deutschland, aus der Schweiz und Österreich, Spitzenköche, die Creme de la Creme des feinen Gespürs für Unverwechselbares, gaben sich ein Stelldichein, um Erfahrungen auszutauschen und Neues hinzu zu lernen. Sogar ein indischer Sommelier war dabei, der in der Küche bei Adidas arbeitet und die speziellen Formen der Vielfalt der Gewürze seiner Heimat vermittelte.

Es ist ein anregender Gedankenspaziergang entlang der einzelnen Stände von Gewürz-, Bier-, Käse-, Edelbrand-und Weinsommeliers, der Lust auf ein Mehr des Genießens machte. Und selbst die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) wollte in Kulmbach dabei sein und die Gelegenheit nutzen, 49 neue Sommeliers nach erfolgreicher Schulung mit den Zertifizierungen auszuzeichnen.

"Ich bin total begeistert, mit welcher Empathie und welchem Wissensreichtum diese Kenner von gutem Essen und Trinken ausgestattet sind, sie zeigen, dass es nicht nur um Essen des Essenswillens geht, sondern um etwas Weniger zu sich zu nehmen, dafür mit mehr Genuss". Sie seien mit ihren fundierten Kenntnissen mit entscheidend bei der Vermarktung hochwertiger Lebensmittel aus den jeweiligen Regionen Bayerns.

"Wir vom Ministerium unterstützen die Wertschöpfungskette für besondere Projekte wie das Bayerische Strohschwein und die Bayerische Käseschätze, wozu auch die Oberfranken einen guten Teil dazu beitragen". Besonders dankte sie der Kulmbacher Adalbert-Raps-Stiftung , die drei Stipendien ermöglichte.

Landrat Klaus Peter Söllner (FW) stellte den besonderen Wert der Kulmbacher Genussakademie heraus, "dafür sind wir dankbar", während Landtagsabgeordneter Martin Schöffel (CSU) Sommeliers als Leute bezeichnete, die Originalprodukte kennen- und wertschätzen. "Was unsere Bauern und Handwerker produzieren, wird entsprechend veredelt und dann gegessen und getrunken". Es darf nicht sein, dass Erzeugnisse unserer oberfränkischen Landwirte verramscht werden".

Der erlesene Duft führt die Nase zu Tobias Bätz, Chefkoch des Sternerestaurants "Alexander Herrmann by Tobias Bätz". Er kreiert kurz angebeizten Saibling mit schock gefrorenem Eigelb, fermentierter Kiwi aus dem Frankenwald und Meerrettich mit brauner Butter. Oder Tatar von der fermentierten Urkarotte mit Brotchip und Sauerampfercreme.

Daneben kann man heugelagerten Ziegenkäse aus Brixen in Südtirol verkosten und Süßkartoffel püriert in Olivencreme mit niedrig gegarten Schweinerücken.

Die Kräuterhexe aus dem oberbayerischen Lengries: "Ich bin da, um mir Inspirationen zu holen, und heute hat mir auch die Ministerin mein Zertifikat überreicht".

Und Simon Reitmeier, Leiter der Genussakademie Bayern, nannte das Treffen ein Netzwerk des guten Geschmacks, "wo die etwa 150 Sommeliers über den Tellerrand des eigenen Genres hinaus schauen und sich fortbilden".

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