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Neuenmarkt
Sanierung

Im Frühling soll's am alten Neuenmarkter Bahnhof losgehen

Der Neuenmarkter Gemeinderat hat den Bauantrag für die Sanierung des Bahnhofsgebäudes auf den Weg gebracht.
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Neben dem ehemaligen Empfangsgebäude des Bahnhofes Neuenmarkt-Wirsberg wird auch das Sozialgebäude umfassend saniert. Die Arbeiten dazu werden gegenwärtig ausgeschrieben und in Kürze vom DDM-Zweckverband vergeben. Werner Reißaus
Neben dem ehemaligen Empfangsgebäude des Bahnhofes Neuenmarkt-Wirsberg wird auch das Sozialgebäude umfassend saniert. Die Arbeiten dazu werden gegenwärtig ausgeschrieben und in Kürze vom DDM-Zweckverband vergeben. Werner Reißaus

Die Sanierung des Bahnhofsgebäudes rückt näher. Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am Montagabend keine Einwände gegen den Bauantrag. Bauherr ist zwar die Gemeinde Neuenmarkt selbst, sie ist jedoch im Namen und Auftrag des Zweckverbands des Deutschen Dampflokomotiv-Museums (DDM) tätig, der Grundstückseigentümer und Bauträger bleibt.

Die ersten Gewerke sollen bereits im März und April vom DDM-Zweckverband vergeben werden. Das ehemalige Sozialgebäude soll bereits Ende 2020 fertiggestellt sein, das frühere Empfangsgebäude Mitte kommenden Jahres.

Unter Denkmalschutz

"Wir hoffen auf einen baldigen Baubeginn. Zur Zeit erstellt das Architekturbüro Brückner die Werkplanung und die Ausschreibung für die Arbeiten", erläuterte Bürgermeister Siegfried Decker (NG).

Die beiden Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Beim früheren Sozialgebäude ist geplant, die Außenfassade zu überarbeiten, Fenster und Türen auszutauschen und zugemauerte Öffnungen wiederherzustellen. Darüber hinaus wird die gesamte Dacheindeckung demontiert und neu aufgebaut, im Inneren soll durch das Entfernen von Wände und Abhängen von Decken eine großflächige Nutzung ermöglicht werden.

Auch Wohnungen geplant

Eine umfassende Sanierung erfährt auch das Empfangsgebäude. Auch hier sollen die Außenfassade überarbeitet und die Fenster und Türen ausgetauscht werden. Im Foyer des Erdgeschosses ist ein Ausstellungsbereich mit angegliederter Gastronomie geplant. In den zwei Obergeschossen sollen drei Vier- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen mit sieben Kleinappartements geschaffen werden.

Der Bereich der DB mit dem Stellwerk und den dazu gehörenden Nebenräumen ist dagegen nicht Inhalt der Planung.

Keine Einwände erhob das Gremium gegen die Bauleitplanung der Nachbargemeinde Ludwigschorgast, die das Baugebiet "Rother Bühl" um acht Parzellen erweitern will.

Das Gewerbegebiet "Wirsberger Straße" wird für den bevorstehenden Bau der Werkstätten für behinderte Menschen und einer Förderstätte noch in diesem Jahr erschlossen. Bürgermeister Decker freute sich über dieses soziale Projekt für Behinderte. "Es hilft den betroffenen Menschen, die Folgen ihrer Behinderung zu mildern und am Arbeitsleben teilzunehmen."

Im Trennsystem

Das Erstellen eines Bodengutachtens vergab das Gremium an das Büro Hofmann und Heimbucher aus Kulmbach zum Angebotspreis von 4508 Euro. Sobald das Ergebnis vorliegt, bringt das Ingenieurbüro IBP aus Kulmbach die Ausschreibung für die Erschließungsarbeiten auf den Weg.

Die Abwasserbeseitigung erfolgt im Trennsystem. Dazu ist noch der Bau eines Regenrückhaltebeckens mit einem Fassungsvermögen von 600 Kubikmeter notwendig.

Diakeno investiert 35 Millionen

Diakeno-Vorstand Jürgen Zenker habe ihm gegenüber den Baubeginn für spätestens 2021 angekündigt, sagte Decker. Die Behindertenwerkstatt mit 250 Plätzen und die Förderstätte mit 48 Plätzen werde rund 35 Millionen Euro kosten.

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat das Ergebnis der Jahresrechnung 2018, die einen Soll-Überschuss von 1,748 Millionen Euro erbrachte. Die Zuführung an den Vermögenshaushalt belief sich auf 915 261 Euro und lag damit um mehr als 700 000 Euro höher als geplant.

Weiterhin gut angenommen wird der Kinderhort in der Verbandsschule, der in der Betriebsträgerschaft der evangelischen Kirchengemeinde steht. "Die Einrichtung ist bei Schülern und Eltern beliebt", sagte Decker.

Nach einer Mitteilung von Pfarrer Stefan Schleicher lägen für 2020/21 bereits 47 Anmeldungen vor, so dass der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung den Bedarf für 50 Plätze anerkennen müsse. Die räumlichen Voraussetzungen seien in der Schule vorhanden.

Der Bürgermeister verwies noch darauf, dass die Planunterlagen für das Einleiten von Abwasser aus der Anlage See in die Fölschnitz vom 10. Februar bis 9. März im Rathaus ausliegen.