Kulmbach
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Hunderte Sternsinger in Kulmbach

Erzbischof Ludwig Schick entsandte am Montag 385 Gruppen aus dem Erzbistum Bamberg zum Spendensammeln. Die kleinen Könige und Weisen marschierten in einem Festzug von St. Hedwig durch die ganze Stadt bis zur Kirche "Unsere Liebe Frau".
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Gekrönte Häupter, wohin man blickt: Am Montag waren Sternsinger der ganzen Region zur zentralen Aussendung durch Erzbischof Ludwig Schick nach Kulmbach gekommen. Fotos: Matthias Hoch
Gekrönte Häupter, wohin man blickt: Am Montag waren Sternsinger der ganzen Region zur zentralen Aussendung durch Erzbischof Ludwig Schick nach Kulmbach gekommen. Fotos: Matthias Hoch
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Seit zehn Jahren ist Detlef Pötzl der Diözesan-Jugendpfarrer. Genauso lange organisiert er die zentrale Aussendung der Sternsinger, die im jährlichen Wechsel entweder in Bamberg oder in der Region stattfindet. Ein bisschen aufgeregt ist der 38-Jährige trotz aller Erfahrung aber immer noch, wenn es dann soweit ist. So wie am Montag in Kulmbach.

Dort versammelten sich in den Mittagsstunden rund 700 kleine Könige und Weise in St. Hedwig, um unter dem Motto "Segen bringen. Segen sein! Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit" von Erzbischof Ludwig Schick ausgesandt zu werden.

Aus dem ganzen Bistum kamen die Jungen und Mädchen, alle in ihre Königskostüme gewandet. Vor allem aus dem Norden des Bistums waren die Kinder stark vertreten, weiß der Diözesan-Jugendpfarrer. Natürlich aus Kulmbach, aus Kronach und Hof. Aber auch aus Forchheim, Bayreuth, Erlangen oder Lichtenfels waren sie angereist. "Insgesamt gibt es in der Diözese, die von Hof bis Ansbach reicht, 9000 Sternsinger", erklärt Pötzl, der mit den Vorbereitungen für die Veranstaltung Mitte Oktober begonnen hat.

Anderen Kindern ein besseres Leben ermöglichen

Die Kinder sammeln dafür, damit anderen Kindern ein besseres Leben ermöglicht wird. So wie den Flüchtlingskindern im südostafrikanischen Malawi, genauer gesagt im Lager in Dzaleka, das sich 49 Kilometer von der Hauptstadt Lilongwe befindet.

Dort war Gereon Wagener schon, dort hat der Ulmer Leiter der Regionalstelle Süd des Kindermissionswerks "Die Sternsinger" das Leid der Kinder erlebt. "Die Zustände sind sehr einfach, die Menschen leiden Hunger, sind traumatisiert, die Kinder sind stark verängstigt", berichtet er von seinen Erfahrungen. Mit einem Teil des Geldes, das von den Sternsingern gesammelt wird, wird den 4700 Jungen und Mädchen im Flüchtlingslager in Malawi der Schulbesuch und damit ein bisschen ein normales Leben ermöglicht.


Dass Kulmbach für die Aussendung auserwählt wurde, freute Oberbürgermeister Henry Schramm: "Das ist eine Ehre und Auszeichnung." Zusammen mit Landrat Klaus Peter Söllner nahm er am großen Festzug teil, der zu den Klängen des Markgrafen Spielmannszugs von St. Hedwig durch die Stadt und die Fußgängerzone zur Kirche "Unsere Liebe Frau" führte, wo noch ein Gottesdienst mit dem Erzbischof stattfand.

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