Thurnau
Wirtschaft

Himmelkroner Spedition Emons will in Thurnau bauen

Weil die Spedition Emons am Stammsitz in Himmelkron keine Erweiterungsflächen gefunden hat, will sie jetzt in Thurnau eine neue Logistikhalle errichten. Bis zu 50 Arbeitsplätze könnten entstehen.
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Die Spedition Emons, die ihre Niederlassung in Himmelkron hat (Bild), will in Thurnau eine weitere Logistikhalle errichten. Foto: Spedition Emons
Die Spedition Emons, die ihre Niederlassung in Himmelkron hat (Bild), will in Thurnau eine weitere Logistikhalle errichten. Foto: Spedition Emons
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Seit Jahren sucht die Himmelkroner Spedition Emons nach einem Grundstück, um erweitern zu können. "Wir sind ständig am Wachsen, brauchen dringend neue Flächen", betont Niederlassungsleiter Stephan Meixner.

Gewerbegebiet ist umstritten

Flächen, die die Spedition am Firmensitz in Himmelkron nicht gefunden hat. "Wir haben immer mit dem Areal geliebäugelt, auf dem sich XXXLutz ansiedeln wollte", sagt Meixner. Es ist das Areal, auf dem das neue Gewerbegebiet entstehen könnte, das sehr umstritten ist, wie bei der Podiumsdiskussion der Bayerischen Rundschau am Mittwoch wieder einmal deutlich geworden ist. Während die Befürworter neue Gewerbeflächen für notwendig erachten, um die Kommune entwickeln zu können, kritisieren die Gegner den überdimensionierten Flächenverbrauch.

Emons ist fündig geworden

Ob das 24 Hektar große Areal in Himmelkron erschlossen wird, steht in den Sternen. Sollten sich die Befürworter beim Bürgerentscheid am 26. Mai durchsetzen, könnten die Planungen vorangetrieben werden. Bis sich dort die ersten Firmen niederlassen, würden aber vermutlich noch Jahre vergehen.

Zeit, die Emons nicht hat. Die Spedition hat sich deshalb nach einem anderen Standort umgesehen - und ist fündig geworden: im Industriegebiet in Thurnau. Noch ist nichts fix, doch Stephan Meixner ist zuversichtlich, dass sich das Millionenprojekt dort realisieren lässt. "Wir hoffen, dass die Verhandlungen erfolgreich zu Ende geführt werden."

Logistikhalle mit Endmontage

Geplant ist der Bau einer neuen Logistikhalle, in der nicht nur Güter gelagert werden, sondern auch eine Endmontage stattfinden soll. 30 bis 50 Arbeitsplätze könnten entstehen, sagt Meixner. Die Sorgen einiger Himmelkroner, dass sich Emons ganz aus der Gemeinde verabschiedet, seien unbegründet. "Wir halten an unserem Stammsitz fest", erklärt der Niederlassungsleiter. In Himmelkron hat die Spedition 180 Beschäftigte.

Während der dortige Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) die Entwicklung bedauert, wäre die Ansiedlung von Emons für Thurnau ein Riesengewinn. Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) hält sich noch bedeckt. "Wir stehen in Verhandlungen. Es gibt noch keinen Vertragsabschluss, deshalb bitte ich um Verständnis, dass ich zurzeit nicht mehr dazu sage."

Es wäre der nächste Coup

Mit der Entwicklung im Industriegebiet kann er grundsätzlich zufrieden sein. Denn das boomt. Immer wieder siedeln sich neue Firmen an, wie zuletzt die Firma Konrad Friedrichs German Carbide, die Hartmetall fertigt und in den Bau einer neuen Produktionsstätte in einem ersten Bauabschnitt stolze 17 Millionen Euro investiert.

Der Standort Thurnau ist attraktiv, weil er wie Himmelkron über einen Autobahnanschluss verfügt. Das weiß auch Stephan Meixner zu schätzen, der hofft, dass in einer neuen Logistikhalle an der A 70 schon im Laufe des kommenden Jahres der Betrieb aufgenommen werden kann.

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