Neudrossenfeld
Gemeinderat

Heringsfirma darf erweitern

Happy-End für "PeggyPeg": Der Gemeinderat befürwortete jetzt - nach einer Umplanung - den Bau einer neuen Lagerhalle.
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Achim Reinhold (56) ist ein begeisterter Camper: Aus diesem Grund kam er auf die Idee, einen Hering für Zelte zu entwickeln, der nicht eingeschlagen werden muss, sondern, der eingedreht wird. Mit Riesen-Erfolg. Jetzt möchte sich die Firma erweitern.Sonny Adam
Achim Reinhold (56) ist ein begeisterter Camper: Aus diesem Grund kam er auf die Idee, einen Hering für Zelte zu entwickeln, der nicht eingeschlagen werden muss, sondern, der eingedreht wird. Mit Riesen-Erfolg. Jetzt möchte sich die Firma erweitern.Sonny Adam

Das Ehepaar Brigitte und Achim Reinhold von der Firma "PeggyPeg" hatte eigentlich gehofft, dass sie die Lagerhalle auf ihrem Grundstück im Industriegebiet in Neudrossenfeld gemäß der ursprünglichen Planungen errichten dürfen. Doch dies war nicht der Fall. Deshalb wurde die angedachte Ladestation umgeplant. Jetzt gaben die Gemeinderäte Neudrossenfeld grünes Licht für den Erweiterungsbau der Neudrossenfelder Firma für Campingartikel.

Ein Problem beim Neubau der Halle im Neudrossenfelder Industriegebiet war die Anlieferung der Container aus China. Denn auch wenn nicht oft Lkws kommen, die die Campingheringe anliefern, so hätte es den Genehmigungsbehörden dennoch Bauchschmerzen bereitet, wenn die Lastwagen auf dem Firmengelände nicht hätten wenden können. Die Brummis hätten von der Kreisstraße aus rückwärts ins Firmengelände stoßen und per Einweiser navigiert werden müssen. Durch die Umplanungen ist dieses Prozedere jetzt vom Tisch.

Keine Probleme hatten die Neudrossenfelder Gemeinderäte mit der Genehmigung einer landwirtschaftlichen Lager- und Unterstellhalle auf dem Flurstück Nummer 841 in Leuchau.

Diskussion um Bauanträge

Etwas schwieriger gestaltete sich dagegen die Genehmigung eines Einfamilienhaus-Neubaus mit Garage in Pechgraben. Nach der Dezembersitzung wurde die bestehende Planung dahingehend geändert, dass die Position von Garage und Carport getauscht und dieser Komplex vier Meter Richtung Nordwesten verschoben wird. Auch das Wohnhaus wird drei Meter gen Nordwesten verschoben. Diese Lösung wurde im Einvernehmen mit den östlich angrenzenden Nachbarn erarbeitet. Der Bauausschuss empfahl Einvernehmen, der Gemeinderat folgte diesem Antrag. Voraussetzung: Die Unterschriften aller Nachbarn müssen vorhanden sein.

Ebenfalls grünes Licht gaben die Neudrossenfelder Gemeinderäte für ein Einfamilienwohnhaus mit drei Fertiggaragen in Neudrossenfeld. Für das Bauvorhaben wurden Befreiungen von der Gestaltsatzung erteilt. Der Kniestock ist höher, die Dachfarbe ist grau anstatt rot und die Fensterform in östlicher Richtung weicht von den Bestimmungen ab. Eingebaut werden soll ein rundes Fenster. Auch in südlicher und westlicher Richtung entsprechen die Fenster im Breite-Höhe-Verhältnis nicht den Vorschriften, dennoch genehmigten die Neudrossenfelder Räte das Vorhaben. Sie empfahlen den Einbau einer Zisterne mit einem Fassungsvermögen von fünf Kubikmetern.

Eine Diskussion entbrannte bezüglich einer Bauvoranfrage. Die FuG hatte gegen die geplante Errichtung eines Einfamilienwohnhauses in Neudrossenfeld auf dem Flurstück 2323/12 nichts einzuwenden. Die Verwaltung und der Bauausschuss allerdings sahen den Standort des neuen Gebäudes an der Grundstücksgrenze, im Einmündungsbereich der Straße, "als schwierig" an und betonten, dass die erforderlichen Sichtdreiecke nicht mehr vorhanden wären. Außerdem werde gegen die Gestaltvorschrift verstoßen. Heidemarie Nitsch (FuG) wandte ein, dass dieses Vorhaben eine Nachverdichtung sei. "Wir hätten als Nachbarn nichts dagegen", sagte Harald Krull (FuG). Dennoch wurde die Bauvoranfrage abgelehnt.

Der Gemeinderat Neudrossenfeld änderte in der vergangenen Sitzung außerdem den Bebauungsplan "Vordere Gemeinde III" und macht damit den Weg zur Errichtung einer Physiotherapiepraxis frei.

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