Kulmbach
OB-Wahl

Henry Schramm will auch in den nächsten sechs Jahren 100 Prozent geben

Seit Mittwochabend ist es amtlich. Die Kulmbacher CSU setzt auch bei der OB-Wahl 2020 auf Amtsinhaber Henry Schramm.
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OB Henry Schramm bei seiner Rede  Foto: Werner Reißaus
OB Henry Schramm bei seiner Rede Foto: Werner Reißaus

"Ich werde auch in der nächsten Amtsperiode 100 Prozent geben." Dieses Versprechen gab Henry Schramm bei der Mitgliederversammlung des CSU-Stadtverbands im Landgasthof Geuther für den Falle seiner erneuten Wahl zum Kulmbacher OB. Die Mitglieder sprachen sich wie nicht anders zu erwarten einstimmig für eine Kandidatur Schramms aus.

Nominierung am 4. November

Der CSU-Stadtverband stimmte ferner einer gemeinsamen Nominierungsversammlung mit der WGK und der FDB am 4. November zu. Die Aufstellung der CSU-Stadtratsliste kündigte Henry Schramm für den 25. November an.

Jörg Kunstmann gab sich in seiner Begrüßung überzeugt, dass auch der nächste Oberbürgermeister Henry Schramm heißen werde. "Du hast bewiesen, dass du es kannst. Wir brauchen dich, Kulmbach braucht dich." Kunstmann erinnerte an die vielen Maßnahmen, die in den vergangenen Jahren in Kulmbach verwirklicht wurden und die die Stadt auch positiv verändert haben. Wenn Kulmbach sich Universitätsstadt nenne dürfe, komme dies nicht von ungefähr.

"Man merkt das Feuer"

"Die Lebensqualität ist gestiegen, wir stehen auf einem festen Fundament. Diese guten Rahmenbedingungen hat unser Oberbürgermeister in den letzten 13 Jahren geschaffen. Und man merkt auch das Feuer, das in ihm brennt."

Jörg Kunstmann machte deutlich, dass Schramm das Vertrauen, das die Bürger in ihn gesetzt hätten, mehr als erfüllt habe: "Das zeigen nicht nur die vielen Projekte und das gute Wahlergebnis beim letzten Mal, das zeigt vor allem der Zuspruch, den wir als CSU in der Stadt Kulmbach haben. Ich glaube, die Menschen nehmen schon wahr, was hier erreicht worden ist."

Mehr als 90 Prozent der Beschlüsse im Stadtrat sind einstimmig

Schramm sei ein Familienmensch und kümmere sich auch um die kleinen Probleme der Menschen.

Henry Schramm erinnerte zunächst an die OB-Wahl vor 13 Jahren, als ihm zunächst ein falsches Ergebnis gemeldet worden sei. Als sein Wahlsieg feststand, sei die Freude riesengroß gewesen. Dabei sei er ihm nicht leicht gefallen, danach sein Mandat im Landtag aufzugeben, und auch der Beginn seiner Amtszeit im Rathaus sei alles andere als einfach gewesen. Sein erstes Projekt sei der Bau der Brücke am Mainzusammenfluss gewesen.

Verbessert habe er vor allem die Zusammenarbeit im Stadtrat, das spiegele sich auch darin wider, dass weit über 90 Prozent aller Stadtratsbeschlüsse einstimmig getroffen wurden. "Wir haben das Rathaus und die alte Sparkasse sowie viele Straßen saniert, die in einem ganz schlechten Zustand waren, und wir haben Blumen und Farben in die Stadt gebracht. Wir haben die Sachen konsequent angepackt."

Bei seiner Wiederwahl im Jahr 2012 habe es keinen einzigen Stimmkreis gegeben, in dem er weniger als 50 Prozent erreichte. "Darüber habe ich mich richtig gefreut, weil es auch eine Bestätigung meiner Arbeit war." Er gehe voran, sehe sich aber auch als Motivator anderer.

Ein Glückstag und ein Quantensprung

"Während in der ersten Periode die Konsolidierung im Vordergrund stand, waren in den letzten Jahren größere Investitionen angesagt", fuhr der OB fort. Ein Glückstag für ihn und die Stadt sei die Kabinetts-Sitzung am 20. Juni 2017 in Kulmbach gewesen, als der damalige Ministerpräsident Seehofer bekanntgegeben habe, dass Kulmbach Universitätsstadt werde. "Dass wir Campus der Universität Bayreuth werden, war einer meiner glücklichsten Tage in meinem politischen Leben, weil ich sofort gewusst habe, mit dieser Entscheidung, für die ich jahrelang gekämpft habe, machen wir einen Quantensprung."

Schramm ging noch auf die Erweiterung des Klinikums ein, die in enger Zusammenarbeit mit dem Landkreis erfolgte.

"Wenn man bauen will, darf man nicht nur einen Wohnungsgipfel fordern, sondern man muss auch zustimmen, wenn Bauprojekte im Stadtrat behandelt werden", fuhr der OB fort. Das sei nicht konsequent. Mit Blick auf die Schulen und Kindertagesstätten sprach der Oberbürgermeister von einer guten Entwicklung. Dass nicht nur für die jüngere Generation etwas getan werde, sondern auch für die älteren Menschen, machte Henry Schramm am Bürgerspital deutlich, das von heute auf morgen geschlossen werden sollt. "Der Weiterbetrieb war ein Kraftakt mit hohem Risiko", sagte.

Wehgetan habe ihm, als Bürger gegen neue Kinderspielplätze waren. "Das ist etwas, was ich nicht verstanden habe und was ich heute noch nicht begreife, es laufen ja auch noch Klagen gegen mich."

"Unglaublich viel erreicht"

Auch im Zusammenhang mit der Ausweisung von Neubaugebieten und von Baumaßnahmen würden Demonstrationen organisiert, nicht nur von Leuten, die dort wohnen, sondern auch von anderen, "die ein Interesse haben, alles schlecht zu reden und auch schlecht zu schreiben". Eine Entwicklung, von der einem fast ein bisschen Angst werden müsse.

"Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, sondern wir haben als CSU und mit unseren politischen Freunden unglaublich viel für Jung und Alt erreicht. Wir haben versucht, alle mitzunehmen, und wir werden das auch weiter machen."

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