Heinersreuth
Baustelle

Heinersreuther Straße: Endlich wieder freie Fahrt

Fast ein Jahr dauerten die Bauarbeiten, jetzt können die Bewohner des Mainleuser Ortsteils Heinersreuth aufatmen: Die neue Straße zum Dorf ist fertig.
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Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist die Heinersreuther Straße wieder offiziell für den Verkehr freigegeben. Foto: Jürgen Gärtner
Nach knapp einem Jahr Bauzeit ist die Heinersreuther Straße wieder offiziell für den Verkehr freigegeben. Foto: Jürgen Gärtner
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Einer der steilsten Berge im Mainleuser Gemeindebereich (15 Prozent Steigung) führt nach Heinersreuth. Die Zufahrt zu dem Mainleuser Ortsteil befand sich allerdings in keinem guten Zustand mehr. Fast ein Jahr lang wurde deshalb die Straße, die auch am Freibad vorbeiführt, erneuert. Am Mittwochabend war offizielle Einweihung.

Und da hatten die Heinersreuther das letzte Wort: Gerhard Partenfelder ließ nicht nehmen, für die Dorfbewohner kurz die Bauphase Revue passieren zu lassen. Und er machte es wirklich kurz: "Ich muss die Bauarbeiter loben, alles ist harmonisch gelaufen. Ich wünsche allen eine unfallfreie Fahrt", sagte der 66-Jährige, der sein ganzes Leben in dem Dorf verbracht hat und mit der Ortsgemeinschaft den Abschluss des Projekts bei Bier und Bratwüsten feierte.

Zuvor hatten die Offiziellen Bilanz gezogen. "Die Bürger erhalten eine wunderschöne neue Straße", betonte Bürgermeister Robert Bosch (CSU). Am 18. Juni vergangenen Jahres hatten die Arbeiten begonnen, in der nächsten Woche werden letzte Restarbeiten erledigt.

Der Bürgermeister verwies auf viele Verbesserungen: "Die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger hat sich erhöht, weil der Bereich vor dem Freibad verkehrsberuhigt wurde." Dort ermögliche eine Ampel zudem ein sicheres Überqueren der neuen Straße. 160 Fahrradparkplätze wurden angelegt. Auch der Einmündungsbereich in die Kreisstraße sei neu geschaffen, die Übergänge seien behindertengerecht gestaltet worden. Zudem gibt es Blühflächen.

Laut Bosch erfolgte ganz bewusst ein Komplettneubau. "Es wurde richtig investiert, um dafür in den nächsten Jahrzehnten zu sparen, weil keine Reparaturen notwendig sind." Für ihr Engagement dankte Bosch nicht nur den beteiligten Firmen und Ingenieur-Büros, sondern auch Frank Wiesel, dem Leiter der Bautechnik-Abteilung in der Gemeinde, und den Grundeigentümern, die Flächen zur Verfügung gestellt hatten.

Und noch auf ein auffälliges Detail machte er aufmerksam: "Die weißen Linien auf der Straße leuchten regelrecht den Berg hinauf."

1,3 Kilometer lang ist die neue Straße, 2,3 Millionen Euro hat sie gekostet. 250 000 Euro zahlt davon der Landkreis für den Einmündungsbereich in die Kreisstraße. Geld, das laut stellvertretendem Landrat Dieter Schaar (FW) gut abgelegt ist. Er lobte die Bürger, die ein Jahr lang Geduld bewiesen hätten. "Dafür sind jetzt alle Mängel weg."

Auf die hohe Förderung - insgesamt 1,265 Millionen Euro - verwies Baudirektor Hans-Peter Jander von der Regierung von Oberfranken. "Wir haben das Füllhorn voll ausgeschüttet."

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