Thurnau
Film

Heiner Lauterbach zu Dreharbeiten in Thurnau

Der bekannte Schauspieler ist für Filmaufnahmen in der Gemeinde im Landkreis Kulmbach. Dort entstanden Szenen für den ZDF-Dreiteiler "Tannbach". Lauterbach trug sich auch ins Gästebuch des Marktes Thurnau ein.
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Schauspieler Heiner Lauterbach (Mitte) war für Dreharbeiten in Thurnau. Abends trug er sich ins Gästebuch des Marktes ein und erhielt von Bürgermeister Martin Bernreuther (rechts) und dessen Stellvertreter Veit Pöhlmann fränkische Spezialitäten geschenkt.  Foto: Jürgen Gärtner
Schauspieler Heiner Lauterbach (Mitte) war für Dreharbeiten in Thurnau. Abends trug er sich ins Gästebuch des Marktes ein und erhielt von Bürgermeister Martin Bernreuther (rechts) und dessen Stellvertreter Veit Pöhlmann fränkische Spezialitäten geschenkt. Foto: Jürgen Gärtner
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Heiner Lauterbach war gut aufgelegt, als er gestern Abend Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) und seinen Stellvertreter Veit Pöhlmann (FDP) traf. Der bekannte deutsche Schauspieler trägt ein weißes Hemd und Krawatte und nimmt sich entgegen der Ankündigung der Filmcrew weit mehr als nur zwei Minuten Zeit für die beiden Kommunalpolitiker. Aufmerksam liest er den Text im Gästebuch, ehe er seinen Namen darunter setzt. Dann gibt es noch fränkische Spezialitäten für den Star: ein Bier der Kulmbacher Kommunbräu und zwei Wurstdosen samt Bierdeckel der Pöhlmannschen Gastwirtschaft.

Idylle mit Klößen

Dann kommt Lauterbach ins Plaudern: Die Gegend gefalle ihm gut, vor allem die unverbaute Natur. "Weit und breit keine Strommasten", sagt er. "Noch nicht", ergänzt Veit Pöhlmann mit Blick auf die Diskussion um die geplante Gleichstrompassage, die derzeit für viel Wirbel in der Region sorgt. Lauterbach weiß das freilich nicht. Er erzählt von seiner idyllisch gelegenen Wohnung am Starnberger See, von großartigen Sonnenuntergängen, die ihn dort immer wieder begeistern.

Dem Schauspieler, der während der Dreharbeiten in Bayreuth residiert, gefällt nicht nur die Natur, es schmeckt ihm auch in Franken. Er schwärmt regelrecht von den frischen Klößen, die ihm nach seinem Spaziergang durch die Fußgängerzone am Abend zuvor in Bayreuth serviert wurden. "Auch wenn wir darauf ganz schön warten mussten." Die Festspiele ("Da bin ich schon oft eingeladen worden, habe es aber nie geschafft") will er auf jeden Fall einmal besuchen, versichert er.

Erstaunt ist er, als er erfährt, dass Thomas Gottschalk aus Kulmbach stammt. "Das wusste ich nicht." Damit er beim nächsten Mal mehr über die Region weiß, haben ihm der Bürgermeister und sein Stellvertreter noch zwei Bücher über die Gemeinde mitgebracht.

Dann muss Lauterbach aber doch weiter. "Wir drehen noch ein paar Stunden", sagt er und hofft, dass er danach noch ein bisschen Fußball schauen kann. "Hoffentlich ein besseres Spiel als das von Deutschland."

Am Rande des Treffens war zu erfahren, dass die Dreharbeiten inzwischen ihrem Ende zugehen, Thurnau die vorletzte Station des rund 80-köpfigen Teams ist. Der Hauptteil der Aufnahmen fand in Prag statt. Über 80 Tage dauerten die Arbeiten. Sendetermin des ZDF-Dreiteilers ist Anfang 2015.

Wie kam das Fernsehen überhaupt auf Thurnau? Bürgermeister Martin Bernreuther erklärt, dass es eine Anfrage im Rathaus gegeben hat, dass ein abgelegenes Haus für Dreharbeiten gesucht wird. "Wir haben mehrere Vorschläge abgeschickt und bekamen die Zusage", freut sich Bernreuther darüber, dass Thurnau zu Fernseh-Ehren kommt.



Der ZDF-Dreiteiler "Tannbach"


Thema Unter der Regie von Alexander Dierbach entsteht zurzeit der historische ZDF-Dreiteiler "Tannbach", ein Sittengemälde des ländlichen Nachkriegsdeutschlands von 1945 bis 1952 in einem kleinen Dorf zwischen Bayern und Thüringen. Die Geschichte folgt drei Familien und den Dorfbewohnern auf ihrem Weg zwischen BRD und DDR.

Besetzung Nadja Uhl, Heiner Lauterbach, Martina Gedeck, Alexander Held, Natalia Wörner und andere.

Inhalt In "Tannbach" erleben die verbliebenen Dorfbewohner, Kriegsgefangenen, Deserteure und Nazi-Opportunisten die letzten Kriegstage und versuchen zu überleben - irgendwie. Nach 1945 gehört "Tannbach" zunächst zur amerikanischen, später zur sowjetischen Besatzungszone, bis sich im Sommer 1946 die Grenzen der Besatzungszonen erneut verschieben, das Dorf geteilt wird und der Bach durch das Dorf die Grenze zwischen den beiden Besatzungszonen bildet.
Quelle: ZDF

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