Kulmbach
Auszeichnung

Heimatminister zeichnet Thurnau als Heimatdorf 2019 aus

Heimatminister Albert Füracker hat den Markt Thurnau in Nürnberg mit dem "Gütesiegel Heimatdorf 2019" ausgezeichnet.
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Thurnau kümmert sich um die Bewahrung historischer Bausubstanz, sagte Regierungspräsidentin Heidrun Piewernitz in ihrer Laudatio. Seit Jahren laufen  Sanierungsarbeiten in der Schlossanlage (Bildmitte). Foto: Markt Thurnau
Thurnau kümmert sich um die Bewahrung historischer Bausubstanz, sagte Regierungspräsidentin Heidrun Piewernitz in ihrer Laudatio. Seit Jahren laufen Sanierungsarbeiten in der Schlossanlage (Bildmitte). Foto: Markt Thurnau
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Thurnau Thurnau trägt das "Gütesiegel Heimatdorf 2019". Die Freude war groß, als Finanzminister Albert Füracker (CSU) die Auszeichnung gestern in Nürnberg überreichte, mit der die besondere Ortsentwicklung und die hohe Lebensqualität in der Töpfergemeinde gewürdigt wurden. "Die Ehrung zeigt, dass wir sicherlich nicht alles falsch gemacht haben", sagte ein stolzer Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU).

Bis 5000 Einwohner

Der Markt hatte sich an dem Wettbewerb für Gemeinden mit bis zu 5000 Einwohnern beteiligt - und die Jury überzeugt. Die Heimatdörfer seien leuchtende Vorbilder für den Freistaat, stellte Füracker fest. Von den bayernweit 150 Bewerbern seien je zwei Gemeinden pro Regierungsbezirk als Gewinner ausgewählt worden. Gemeinden, die laut Füracker mit ihren Projekten und Konzepten dazu beitragen, "ihre Heimat vor Ort weiter zu entwickeln und die Lebensqualität und Heimatverbundenheit der Bewohner weiter zu verbessern".

Das macht Thurnau aus

Was Thurnau ausmacht, machte die oberfränkische Regierungspräsidentin Heidrun Piwernitz deutlich. Sie stellte den Markt mit seinen knapp 4000 Einwohnern als Ort der Töpfer und Kunsthandwerker vor, der eine imposante Schlossanlage besitze. Das Bauwerk sei für die Gemeinde gleichermaßen Gewinn und Herausforderung. Piwernitz: "Im Zuge umfangreicher und noch andauernder Renovierungsarbeiten ist es gelungen, dank großzügiger Förderung das Schloss als Ort für Veranstaltungen aller Art, als Hotel und als Zweigstelle der Universitäten Bayreuth und Bamberg zu nutzen."

Leben im Ortskern

Gewürdigt wurde, dass Thurnau ein besonderes Augenmerk auf die Innenentwicklung legt. Dies zeigten die Ansiedlung von Lebensmittelmärkten im Ortskern und der Bau eines Busbahnhofs in unmittelbarer Nähe. Der Marktplatz sei durch die Sanierung des alten Rathauses, in dem sich heute die Sparkassen-Filiale befindet, aufgewertet worden.

Kerwa als Kulturerbe

Bewohner, ortsansässige Unternehme, Staat, Landkreis und Gemeinde engagieren sich Piwernitz zufolge in vorbildlicher Weise für die Erhaltung und Aufwertung der historischen Bausubstanz, aber auch für das kulturelle und soziale Leben. Sie sprach die Kleiderkammer an, verwies auf ein aktives kirchliches, schulisches und Vereinsleben. Und sie hob die Limmersdorfer Lindenkirchweih hervor, die in das immaterielle Kulturerbe aufgenommen wurde.

60 000 Euro Siegprämie

Die Siegprämie beträgt 60 000 Euro. Was der Markt mit dem Geld macht? Darüber werde der Gemeinderat noch beraten, sagte Martin Bernreuther. Ein Teil des Geldes werde auf jeden Fall in die Anschaffung von Mitfahrbänken investiert, um die Dörfer, die keinen so guten ÖPNV-Anschluss hätten, besser an den Hauptort anzubinden.

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