Böhnke macht nach fast sieben Jahren Schluss. Aber nicht aus eigenem Antrieb. Der enorme Anstieg der Energiekosten ist es, der den Gaststättenbetrieb in die roten Zahlen getrieben hat. Hatte schon die Einführung des Rauchverbots das kleine Gasthaus Kundschaft gekostet, ließen die explodierenden Preise für Heizöl und Strom die Abrechung völlig aus den Fugen geraten. Chancen, daran etwas zu ändern, sah Böhnke nicht, weil sich das Haus energetisch auf dem Stand der 60er Jahre befinde und die Kulmbacher Brauerei als Eigentümerin zu größeren Investitionen nicht bereit sei. Die einzig mögliche Konsequenz: Böhnke kündigte den Pachtvertrag zum 30. Juni.
Am kommenden Freitag, dem 29. Juni, wird der Guttenberger die Gastwirtschaft zum letzten Mal öffnen. "Am Samstag machen wir nicht mehr auf. Da läuft das Sportfest des TV Guttenberg. Und dem sind wir schon immer ausgewichen", erklärt der Noch-Gastronom.
Die Hoffnung, dass die "Post" trotzdem Zukunft hat, will Bürgermeister Eugen Hain nicht aufgeben. Und hat sogar aus eigenem Antrieb ein Inserat in der Bayerischen Rundschau geschaltet. "Ich habe den Eindruck, dass die Brauerei das Haus lieber verkaufen will, und das zu einem sehr niedrigen Preis", sagt das Gemeindeoberhaupt und fügt hinzu: "Die Brauerei will Bier verkaufen und nicht Immobilien verwalten."

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