Harsdorf
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Harsdorf setzt auf noch mehr Breitband

Rund 50 000 Euro beträgt der Anteil der Gemeinde Harsdorf an der Erweiterung des Zugangs zum schnellen Internet auf dem Gemeindegebiet.
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So sehen mehrfarbige Kunststoffrohre aus, in die später Lichtleiterkabel eingezogen werden können: Damit wird das Internet richtig schnell. Symbolfoto: Archiv
So sehen mehrfarbige Kunststoffrohre aus, in die später Lichtleiterkabel eingezogen werden können: Damit wird das Internet richtig schnell. Symbolfoto: Archiv
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Die Gemeinde Harsdorf wird die Breitbandversorgung weiter verbessern. Zu dem Ergebnis kam der Gemeinderat am Dienstagabend nachdem ihm vom Büro Reuther Net Consulting aus Bad Staffelstein das Ergebnis des Auswahlverfahrens zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Bayern zur Beschlussfassung vorgelegt wurde. Der Freistaat Bayern und die Gemeinde müssen dafür allerdings tief in die Tasche greifen, denn für die Versorgung von 16 Gebäuden in den Außenbereichen hat die Telekom Kosten von 512 000 Euro ermittelt. Die Gemeinde Harsdorf wird dafür eine Förderung von 461 000 Euro erhalten, so dass der Eigenanteil der Gemeinde voraussichtlich bei rund 50 000 Euro liegt.

Enrico Meierhof vom Büro Reuther Net Consulting stellte dem Gremium die Verbesserung der Breitband-Versorgung vor, die in den Ortsteilen Unitz, Holzlucken, Oberlohe, Unterlohe und im Erlenweg erfolgen soll.

Zusätzlich werden auch zwei Pumpwerke in Lettenhof und Hettersreuth, die Wasserhochbehälter in Oberlaitsch und Harsdorf sowie die Vakuumstation Haselbach und die Vakuumanlage Altenreuth an das Netz angeschlossen. Bürgermeister Günther Hübne soll nach Eingang des Zuwendungsbescheids oder der Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns den Kooperationsvertrag mit der Telekom Deutschland GmbH abschließen. Insgesamt sind für die weitere Breitbandversorgung 3540 Meter Rohre notwendig, davon 1070 im Straßenbereich und 800 als oberirdische Leitung.

Ergänzend stellte Enrica Meierhof den Masterplan für eine weitere Ausbaustufe des Breitbandnetzes vor. Wie Bürgermeister Günther Hübner dazu feststellte,seit das dafür zuständige Bundesprogramm überfrachtet mit Vorschriften. Mit der sukzessiven Umsetzung des Masterplanes soll auch geprüft werden, ob Sandreuth, das bisher ans Breitbandnetz von Neudrossenfeld angeschlossen ist, im Zug des Ausbaus der Straße zwischen Harsdorf und Sandreuth nicht von Harsdorf aus erschlossen werden könnte.

Aus der jüngsten Gemeinschaftsversammlung der VG Trebgast berichtete Bürgermeister Hübner, dass "grünes Licht" für den Einbau eines Behinderten-WCs gegeben wurde. Hier muss mit Kosten von rund 25 000 Euro gerechnet werden.

Vergeben wurden ferner die Arbeiten für den Einbau neuer Fenster im VG-Gebäude mit rund 40 000 Euro und der Anschaffung einer neuen Telefonanlage für 8000 Euro.

Beim Gemeindezentrum "Zur Tanne" und dem Bräuhaus gehen die Arbeiten gut voran. Der Bürgermeister berichtete ferner, dass der Jugendraum nach den umfangreichen Bauarbeiten in der "Tanne" wieder genutzt werden kann. Bei der Fertigstellung der Außenanlagen kündigte Hübner einen Nachtrag an, der für ein Gestell an der Betonwand notwendig wird, die mit Hopfen bepflanzt werden soll.

Für die Wasserversorgung wird es nach den Worten von Bürgermeister Hübner notwendig, zwei Förderpumpen neu zu beschaffen oder einer Generalüberholung zu unterziehen. Unter dem Vorbehalt, dass der Druckerhöhungskessel der TÜV-Prüfung standhält, soll zunächst eine Pumpe generalüberholt werden. Die Kosten werden rund 3500 Euro betragen.

Bürgermeister Günther Hübner gab noch bekannt, dass vorerst keine Stellenausschreibung für einen Bauhofmitarbeiter vorgenommen wird, weil die Gemeinde für eine Halbtageskraft eine Fördermaßnahme erhält.

Vom 16. Mai, 6 Uhr, bis zum 19. Mai, 18 Uhr, bleibt der Bahnübergang Harsdorf an der Staatsstraße für den Verkehr gesperrt. Dafür wird der Parallelweg am Gleiskörper vom Erlenweg bis zum Bahnübergang für diesen Zeitraum für den Verkehr freigegeben.

Gemeinderat Stefan Holzheu (SPD) trug den Wunsch der Fußballerjugend vor, am Bolzplatz ein Fangnetz anzubringen. Gemeinderat Helmut Hofmann (CSU) zeigte dafür allerdings überhaupt kein Verständnis. Bürgermeister Hübner versuchte, die Wogen damit zu glätten, dass man sich vor Ort ein Bild über die Notwendigkeit eines Ballfangs machen wolle.

Zweiter Bürgermeister Manfred Zapf (CSU) nahm die Gelegenheit wahr, Günther Hübner zu seinem zehnten Amtsjubiläum als Bürgermeister der Gemeinde Harsdorf zu gratulieren: "Der Gemeinderat war der Meinung, dass es Anlass genug ist, wenn jemand zehn Jahre dieses fordernde Amt bekleidet, auch ein paar Sätze darüber zu verlieren. Ich darf unsere Glückwünsche mit einem herzlichen Dankeschön verbinden für all das, was du in den zehn Jahren für unsere Gemeinde geleistet hast." Zapf verwies dabei unter anderem auf das Leuchtturmprojekt der Gemeinde Harsdorf, den Gesundheitsbahnhof, und das Gemeindezentrum "Zur Tanne" mit dem Bräuhaus. Zapf weiter: "Wir haben dir viel zu verdanken, du bist immer der Taktgeber und du warst ja schon vorher 24 Jahre im Gemeinderat, auch in dieser Zeit hast du in den verschiedenen Funktionen Akzente mit gesetzt. Die prägendste Funktion waren wohl die 15 Jahre für die Dorferneuerung Harsdorf."
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