Kulmbach
24-Stunden-Schwimmen

Hallenbad Kulmbach: Gewimmel rund um die Uhr

Einen ganzen Tag und eine ganze Nacht im Wasser zu verbringen, ist eine Herausforderung der besonderen Art.
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Gewimmel im Wasser: Beim 24-Stunden-Schwimmen war was los im Kulmbacher Hallenbad. Foto: Sonny Adam
Gewimmel im Wasser: Beim 24-Stunden-Schwimmen war was los im Kulmbacher Hallenbad. Foto: Sonny Adam
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Am Wochenende luden DLRG und Stadt Kulmbach Wasserratten aller Altersklassen ins Hallenbad ein. Draußen hingen graue Wolken am Himmel, es nieselte. Ein Wochenende, an dem man ohnehin nichts anfangen konnte. Viele nutzten die Gelegenheit, um beim 24-Stunden-Schwimmen im Kulmbacher Hallenbad dabei zu sein.

"Wir führen das 24-Stunden-Schwimmen jetzt zum 21. Mal durch. Es ist toll, wie gut es angenommen wird", sagt Marco Dörfler, Vorsitzender der DLRG Kulmbach.

Viele Wasserratten nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam mit anderen ein paar Bahnen zu schwimmen. Doch einige hatten sich eine besondere Herausforderung gestellt: Jannik Judas (17) und Denis Garmasch (23) traten für das Team "Next Level by Poja" an. Es handelt sich um Super-Sportler. "Unser Ziel ist es, dass immer mindestens einer aus unserem Team im Wasser ist", erklärte Janik Judas die "Challenge". Das Team bestand aus 30 Personen. "Ich selbst bin jetzt schon vier Kilometer geschwommen, aber es werden noch mehr", erklärte Jannik.

Pro Kilometer mussten die Schwimmer 40 Bahnen zurücklegen. Eine echte Herausforderung. "Aber wir wollen auch in diesem Jahr wieder den Pokal holen", erklärte Denis Garmasch (23).

Sportliche Leistungen standen bei Alexander Meile im Vordergrund. Er war mit den Sportlern im Wasser, die mit ihm beim ASV ein Triathlontraining absolvieren.

Christian Cullmann (17) war dabei: "Ich habe schon 850 Meter, aber ich will noch mehr schaffen", erklärte der Sportler. Auch Ronald Horvath (14), ursprünglich aus der Slovakei, zeigte sich eisern. Anna Wilhelm (16) blieb drei Stunden am Stück im Wasser. "Ich weiß jetzt nicht, wie viele Bahnen ich schon habe, aber ich kann noch lange. Ich schwimme einfach so lange weiter, bis ich keine Lust mehr habe", sagte die 16-Jährige.

Parnian Nojawan (12) kam mit ihrem Bruder Parsa (5) zum Schwimmevent. "Wir bleiben im Nichtschwimmer", erkärte die große Schwester fürsorglich. Denn der kleine Bruder ist noch nicht schwimmsicher.

Ganz anders dagegen Valeria Martel. Die Sechsjährige kann schwimmen, seitdem sie drei Jahre alt ist. Zum 24-Stunden-Schwimmen kam sie mit ihrer Mama Talina. Beide schwammen immer im Corso - hintereinander. "Ich bin auch beim ATS. Schwimmen macht einfach richtig Spaß", sagte die Sechsjährige. Der Trubel störte sie kein bisschen. Im Gegenteil: Sie fand, dass es schön ist, wenn so viel los ist.

Richtig Spaß hatten auch die Mitglieder der DLRG Staffelstein. Jakob Dörfler (10), Lars Füg (11), Felix Fischer (9), Tim Haferkorn (11) und Jakob Ebert (10) haben sich - wie es schon Tradition ist - den "besten" Platz auf der Empore gesichert. "Wir übernachten auch wieder hier", erklärte Jakob Dörfler. Dass bei der Übernachtung nicht viel an Schlaf zu denken ist, wissen die Mitglieder der DLRG Staffelstein natürlich. Sie freuen sich schon riesig, um Mitternacht ins Wasser zu gehen. Denn natürlich ist in der Nacht weniger los.

Nicht nur Menschen aus der Region nahmen am 24-Stunden-Schwimmenteil, sondern auch von weit her reisten einige Teilnehmer an. Das Team Warmduscher besucht regelmäßig Schwimmevents - nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern. Einige Teilnehmer des Teams kam aus Sonneberg. "Das Bad ist sehr schön", fand Antje Hoffmann (44).

Eine Neuerung gab es beim 24-Stunden-Schwimmen auch. Denn die Veranstalter erhoben aus Datenschutzgründen nicht mehr die Adressen. "Woher die Leute kommen und wer die weiteste Anreise hat, wissen wir nicht mehr. Aber einige reisen mehrere hundert Kilometer weit an", erklärte Marco Döfler von der DLRG.

Die besten Ergebnisse: Valerie Martel, Helena Ditter, Julian Sommer, Leonhard Amberg, Apolline Desperts, Fabio Hühnlein, Frank Horras. Gruppen und Familien: NXT Level by Poja, Team Warmduscher, Tri Familia. Wertung Vereine: ASV Triathlon, DLRG Bad Staffelstein, Wasserwacht Kulmbach.

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