Siedlung
Sanierung

Häuser in der Thurnauer Straße sind total entkernt

Im Inneren der ehemaligen Baugenossenschaftswohnungen in der Thurnauer Straße hat sich viel getan. Nächste Woche rollen die Bagger für die Außenarbeiten an. Denn bis Ende des Jahres sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.
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Die Raumaufteilung im Dachgeschoss kann noch frei geplant werden, rund 100 Quadratmeter Wohnfläche stehen zur Verfügung. Fotos: Sonja Adam
Die Raumaufteilung im Dachgeschoss kann noch frei geplant werden, rund 100 Quadratmeter Wohnfläche stehen zur Verfügung. Fotos: Sonja Adam
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Eigentlich wollten die neuen Eigentümer der ehemaligen Baugenossenschaftswohnungen in der Thurnauer Straße - Matthias Schirmer aus Mainleus und Dietmar Müller aus Redwitz - schon viel weiter sein. "Ja, die Genehmigungen haben sich länger hingezogen, als wie gedacht hatten. Wir sind jetzt voll in die Urlaubszeit geraten." Dietmar Müller ist trotzdem zuversichtlich, dass der Zeitplan für die Sanierung der Häuser trotzdem einzuhalten ist. Und auch Matthias Schirmer ist zuversichtlich, dass zumindest das Haus Nr. 17 bis Ende des Jahres bezugsfertig ist.

"Wir können ab nächster Woche Notartermine machen", sagt Matthias Schirmer. Und nächste Woche sollen dann auch tatsächlich die Bagger anrollen.

Große Lücken in den Dächern

In den letzten Wochen haben sich bereits viele Kulmbacher gewundert, dass die Häuser jetzt in einem noch schlimmeren Zustand zu sein scheinen als zuvor. Denn in den Dächern klaffen große Lücken, die nur notdürftig mit Planen abgedeckt sind. Und bei kleinen Windböen fliegen die Planen auf.

"Das kommt daher, dass wir die Schornsteine abgerissen haben. Wir brauchen sie nicht mehr, weil die modernen Heizungen ganz andere Anforderungen haben", erklärt Matthias Schirmer, fügt aber schnell hinzu, dass selbst ein Regen der Bausubstanz nichts anhaben kann. Denn auch wenn es auf die Dachbalken regnet, trocknet dies ja schnell wieder ab - außerdem wird alles ausgetauscht. Die Häuser sollen anstelle der bisherigen Kamine mit Edelstahlkaminen ausgestattet werden, die für die Gasheizung ausreichen.

Bereits in den ersten Monaten haben die Bauherren, die sich für das Projekt zur Müller & Schirmer Immobilien GmbH zusammengeschlossen haben, einige Überraschungen erlebt. So stellte sich heraus, dass die Grundstücksgrenzen anders verliefen als ursprünglich gedacht. Deshalb haben Müller und Schirmer noch ein kleines Stück Land dazu erworben. Denn so können Parkplätze hinterm Haus entstehen.

Bei der Entkernung der Häuser wurde auch der Estrich herausgerissen, denn er enthielt teerhaltiges Material, das als Sondermüll entsorgt werden musste. "Das hat mehr als das Doppelte gekostet."

"Aber im Hintergrund ist viel passiert. Wir haben eine komplettes Außenanlagenkonzept erstellt", so Schirmer. Sowohl in Block Nummer 17 als auch in Block Nummer 19 sollen fünf Wohnungen entstehen. "Für meinen Geschmack ist ja die Dachgeschosswohnung die schönste in den Häusern. Sie ist über 100 Quadratmeter groß, und wir machen das Dach auf, sodass ein großer Balkon integriert werden kann", erklärt Müller die Details.

Aber bei all der Neukonzeptionierung der Häuser soll auch streng darauf geachtet werden, dass das Flair der 50-er Jahre nicht ganz verschwindet. "Wir wollen hier keine Neubauwohnung, wir wollen das Flair des Baustils erhalten, aber eben auf einen modernen Standard bringen." Das bisherige Interesse an den Wohnungen in der Thurnauer Straße sei groß. "Wir werden die Häuser so sanieren, dass sie einem Neubau gleichkommen", so Schirmer.
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