Himmelkron
Bürgerinitiative

"Haben Emons-Erweiterung nicht verhindert"

Die Vertreter des Himmelkroner Bürgerbegehrens wehren sich gegen Vorwürfe, sie hätten den Bau einer Logistikhalle der Firma Emons verhindert.
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Emons baut seine neue Logistikhalle nicht in Himmelkron, sondern in einer anderen Landkreis-Kommune. Foto: Archiv
Emons baut seine neue Logistikhalle nicht in Himmelkron, sondern in einer anderen Landkreis-Kommune. Foto: Archiv

Die Vertreter des Bürgerbegehrens, die die Erweiterung des Himmelkroner Gewerbegebiets verhindern wollen, wehren sich gegen Vorwürfe, sie hätten den Bau einer Logistikhalle der Fima Emons am Standort Himmelkron durch ihre Blockadehaltung verhindert.

Emons wollte fünf Hektar

Im Nachgang zum Artikel "Emons baut nicht in Himmelkron" (BR vom 2. März) erklärt die Sprecherin der Bürgerinitiative, Wilhelmine Denk, dass schon im Mai 2018 ein Gespräch der Ortsgruppe des Bund Naturschutz mit Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) stattgefunden habe. Damals habe es geheißen, dass Emons fünf Hektar Fläche benötige. Die Schlussfolgerung der Gemeinde sei gewesen, dass die Erweiterung der Gewerbefläche um 24 Hektar erfolgen müsse, weil sich kleinere Lösungen finanziell nicht rechnen würden. "Daraufhin haben wir angeboten, doch anderweitig Grundstücke zu suchen, die für Emons geeignet wären", so Wilhelmine Denk.

Gab Einwände

Die Suche sei erfolglos geblieben, weil es stets Einwände gegeben habe, "egal um welche Areale es sich handelte". Es seien Flächen Richtung Bad Berneck, Richtung Neuenmarkt, aber auch Richtung Lanzendorf anvisiert worden. "Wir haben um Kompromisslösungen gebeten, um Emons zu helfen. Hier wäre eine raschere Realisierung möglich gewesen, da die Erschließung quasi bis vor die Grundstücksgrenze schon vorhanden war", stellt die Sprecherin der Bürgerinitiative fest.

"Uns gibt es erst seit November"

Sie habe Emons-Niederlassungsleiter Stephan Meixner im Oktober 2018 das gleiche Angebot gemacht, so Denk. "Er hat mir jedoch erklärt, dass er den Bürgermeistern bereits ähnliche Vorschläge unterbreitet hat, es von deren Seite aber kein Entgegenkommen gegeben habe." Denk verweist darauf, dass Stephan Meixner seit über einem Jahr mit dem Bürgermeister der Gemeinde verhandle, in der Emons nun die neue Logistikhallen bauen will.Es sei nicht die Bürgerinitiative, die die Umorientierung veranlasst habe. "Uns gibt es nämlich erst seit November 2018."

Denk glaubt, dass sich die Realisierung des neuen Gewerbegebiets, sollte das Ratsbegehren als Sieger hervorgehen, noch über Jahre hinziehen werde. "Denn es ist bis jetzt noch völlig unklar, wie die Zufahrten zu dem Areal erfolgen könnten. Dies ist auch der Knackpunkt des gesamten Projektes. Ein Kreisel ist Wunschtraum der CSU-Räte. Er wird aber von den Behörden nicht genehmigt."

Kurzfristige Lösung gesucht

Emons brauche jedoch kurzfristig Grundstücke, um sich erweitern zu können. "Also scheidet das neue Gewerbegebiet sowieso für die Firma aus. Daran ist nicht der Widerstand der Bürgerinitiative schuld." Wie Denk mitteilt, habe der Investor des Gewerbegebiets die Firma nach Aussage des Emons-Niederlassungsleiters auch gar nicht in seine Planung einbezogen:

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