Stadtsteinach
Umwelt

Großputz im Stadtsteinacher "Schulwald"

Die Hitze der letzten beiden Sommer hat die Aufforstungsbemühungen früherer Schüler zunichte gemacht. Dritt- und Viertklässler aus Stadtsteinach haben mit älteren Jungs aus der achten Klasse das Areal für neue Anpflanzungen bereitgemacht.
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Kräftige Jungs aus der achten Klasse räumten Überreste des vertrockneten und gefällten Baumbestands aus dem Hang oberhalb des Schulwalds. Klaus Klaschka
Kräftige Jungs aus der achten Klasse räumten Überreste des vertrockneten und gefällten Baumbestands aus dem Hang oberhalb des Schulwalds. Klaus Klaschka
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Auch der "Schulwald" in Stadtsteinach ist durch die andauernde Trockenheit in den Hauptwachstumsperioden in den ersten Hälften der letzten zwei Jahre in Mitleidenschaft gezogen worden. Schüler der Grund- und Mittelschule hatten vor drei Jahren am Hang und in der Ebene des städtischen Waldgebiets im Steinachtal gleich nach der Schneidmühle einen Teil neu bepflanzt. Die jetzigen Schüler konnten die Arbeit ihrer Vorgänger allerdings nicht begutachten. Die Setzlinge sind genauso vertrocknet wie größere Bäume am Hang.

Deshalb zogen die dritte und vierte Klasse mit Lehrerin Alexandra Lochner und die achte mit Madeleine Pfaff aus, um das Elend zu beseitigen. Zwar maulten die kräftigen Jungs der achten Klasse beim Naturkunde-Unterricht vor Ort etwas über "Kinderarbeit", zeigten jedoch vollen Einsatz und räumten Gestrüpp und Äste aus dem Hang, die von Fällarbeiten der Staatsforsten übriggeblieben waren.

Der Rest der Truppe machte den Wirtschaftsweg frei, von dem Waldarbeiter die traurigen Überreste des Walds aufladen werden. Gleichzeitig sammelten die dritte und vierte Klasse die vertrockneten Setzlinge ein und machten das Waldstück für neue Setzlinge frei.

Als Bügermeister quasi Waldbesitzer und Schulverbandsvorsitzender bedauerte Roland Wolfrum, dass die Pflanzaktionen vorangegangener Schülerjahrgänge umsonst waren. Der rasante Klimawandel und die Trockenheit machten auch vor dem "Schulwald" nicht Halt - auch wenn die Staatsforsten bereits seit den 1990er Jahren Mischwald anlegen und Fichtenmonokulturen ersetzen, wie Revierförster Frank Hömberg bestätigte.

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