Kulmbach
Fahndung

Giftköder bei Kulmbach - Peta setzt 500 Euro Belohnung für Täterhinweise aus

Kürzlich war ein Hund an einem ausgelegten Giftköder gestorben. Die Tierschutzorganisation Peta hat nun eine Belohnung ausgesetzt.
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Auf dem Radweg zwischen Kulmbach und Mainleus wurden Giftköder ausgelegt. Ein Hund starb daran.Symbolbild: Florian Schuh, dpa
Auf dem Radweg zwischen Kulmbach und Mainleus wurden Giftköder ausgelegt. Ein Hund starb daran.Symbolbild: Florian Schuh, dpa
Die Tierschutzorganisation bittet um Hinweise auf den Täter, der auf dem Radweg zwischen Kulmbach und Mainleus Giftköder mit Schneckenkorn ausgelegt hatte. Wer Hinweise geben kann, kann sich nicht nur an die Polizei wenden, die bisher ergebnislos ermittelt hat, sondern auch anonym an Peta unter der Mailadresse whistleblower@peta.de. Hinweise, die zur Ergreifung des Tierquälers führen, sollen mit 500 Euro belohnt werden, so die Organisation.

"Der Täter muss schnellstmöglich überführt werden, damit Vierbeiner im Kreis Kulmbach wieder sorglos spazieren geführt werden können", so Judith Pein im Namen von Peta. "Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Der Täter muss sich außerdem darüber im Klaren sein, dass mit Gift präparierte Köder nicht nur für Hunde, Katzen und freilebende Tiere, sondern auch besonders für Kinder lebensbedrohlich sein können."

Petas Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahme
Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gefressen hat, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht Lebensgefahr - das Tier kann an inneren Verletzungen qualvoll sterben.

Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden - denn Gift wirkt schnell.

Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.
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