Kulmbach
Handel

Gewerbetreibende am Eku-Platz in Kulmbach atmen auf

Nach zwei Jahren wurden die Bauarbeiten am Kulmbacher Eku-Platz beendet. Der Platz kann wieder uneingeschränkt benutzt werden. Das freut auch die Anlieger.
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Seit der letzten Woche ist der neue Eku-Platz wieder geöffnet.Stefanie Gleixner
Seit der letzten Woche ist der neue Eku-Platz wieder geöffnet.Stefanie Gleixner

"Gegen Mittag fuhren die ersten Autos wieder auf den Platz. Ich habe dann direkt bei der Stadt angerufen und nachgefragt, ob der Platz jetzt geöffnet ist", erzählt Editha Paetsch am Mittwoch vergangene Woche. Die Chefin des Café "Petits fours" ist froh, dass die Zeit der Bauarbeiten endlich vorüber ist. "70 Prozent Umsatzeinbußen hatte ich in den letzten zwei Jahren. Lange hätte ich nicht mehr durchhalten können."

Nebenher ist sie anderswo arbeiten gegangen, ansonsten wäre es unmöglich gewesen. Durch die Bauarbeiten war der komplette Platz aufgerissen bis auf die Terrasse des Cafés. Bestuhlung konnte sie so außen nicht anbringen und auch der Eingang auf dieser Seite war dicht. Nur über die Webergasse konnte man den Laden noch betreten. Zwischendurch blieb der Geschäftsfrau nichts anderes übrig, als das Café für ein paar Tage zu schließen. "Wir sind angewiesen auf die Laufkundschaft. Und die ist durch die Bauarbeiten ausgeblieben."

"Es ist schade, dass wir keine Unterstützung während dieser Zeit erhalten haben", sagt Editha Paetsch. Jetzt hofft sie, dass die letzten Sommerwochen noch gut laufen und auch der Herbst und Winter noch zahlreiche Besucher in ihr Café lockt, bevor dann im nächsten Jahr die nächste Baustelle wartet.

In der Klostergasse sollte ursprünglich direkt nach Fertigstellung des Eku-Platzes die Sanierung der Fahrbahn beginnen. Der Stadtrat entschied dann aber, in Abstimmung mit den Anwohnern und Gewerbetreibenden, dass es besser sei erst einmal eine Pause zu machen. Je nach dem wie der Winter ausfällt, sollen dann im Februar oder März die Arbeiten beginnen. Die Stadt plant eine Fertigstellung der Hauptarbeiten bis zum Altstadtfest 2019. Über die genaue Verkehrsführung während der Bauarbeiten kann die Stadt zu diesem Zeitpunkt noch keine genauen Angaben machen, da man sich noch in der Planungsphase mit Bauunternehmen, Verkehrsamt und Polizei befindet.

"Die Pause ist wichtig, sowohl für Händler, als auch für die Kunden", sagt Uwe Windisch. Er ist froh darüber, dass die Bauarbeiten beendet sind und der Parkplatz geöffnet wurde. "Der Parkplatz belebt die Innenstadt und das ist wichtig", sagt der Chef von Windisch Optik und Hörgeräte. Viele Kunden hatten sich in der Bauphase beschwert, dass es keine Parkplätze gebe.

Extra Flyer hat er angefertigt, damit die Kunden wissen, welche Parkplätze geöffnet sind. "Gerade für die älteren Menschen ist es wichtig, dass die Wege kurz sind. Und das ist wichtig für unser Geschäft", erklärt Uwe Windisch. Auch er musste Umsatzeinbußen hinnehmen, allerdings nicht ganz so extreme: "Zu mir kommen die Leute gezielt, wenn sie etwas brauchen. Wie zum Beispiel ein Hörgerät." Aber ein Hörtest lässt sich während einer Bauphase mit viel Lärm schwer durchführen. Während der Abbruchphase konnte gar kein Hörtest durchgeführt werden. Dies war aber nur ein temporärer Ausfall.

Optisch überzeuge der Parkplatz allerdings, sagt Windisch. Die zweijährige Bauzeit für das 20 Millionen Euro teure Projekt hat sich ausgezahlt. Die Parkplätze sind mit einer Breite von 2,75 Metern deutlich komfortabler als ihre Vorgänger. 83 von diesen Stellplätzen stehen nun bereit. Zwei für Elektrofahrzeuge und drei für Behinderte sind vorhanden. Zusätzlich befindet sich auf dem Platz auch ein Aufzug, der in das Parkhaus führt. Auch hier wurden im Zuge der Sanierung Komfortparkplätze geschaffen. Von 128 Parkplätzen aus kann man hier dank des neuen Durchstichs sogar trockenen Fußes in die Stadthalle, wenn dort Veranstaltungen stattfinden.

Was das Parken jetzt kostet

Die Parkpreise in der Tiefgarage richten sich nach Tages- und Nachttarifen. Von Montag bis Freitag von 7 Uhr bis 19 Uhr und Samstags von 7 Uhr bis 16 Uhr ist die erste Stunde kostenlos. Danach kostet jede angefangene Stunde 0,90 Euro. Der Nachttarif geht von Montag bis Freitag von 19 Uhr bis 7 Uhr und von Samstag 16 Uhr bis Montag 7 Uhr. Hier sind die ersten zwei Stunden frei. Danach bezahlt man pauschal 1,20 Euro. Zusätzlich gibt es bei Veranstaltungen den Theatertarif, bei dem man eine Pauschale von 1,20 Euro bezahlt.

Auf dem Eku-Platz gilt eine Höchstparkdauer von drei Stunden. Gebührenpflichtig ist das Parken an den Werktagen Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 18 Uhr und am Samstag von 8 Uhr bis 14 Uhr. Für 30 Minuten parken zahlt man 0,30 Euro, für 60 Minuten 0,60 Euro, für zwei Stunden 1,20 Euro und für drei Stunden 1,80 Euro.



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