Mannsflur
Urteil

Gericht lehnt Eilantrag gegen Hühnerstall in Mannsflur ab

Das Verwaltungsgericht Bayreuth hat einen Eilantrag der Bürgerinitiative gegen die Teilbaugenehmigung für den Hühnerstall in Mannsflur abgelehnt.
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So ähnlich wird der Legehennenstall in Hohenreuth aussehen.  Das Bild zeigt die Anlage von Michael Grampp zwischen Ködnitz und Neuenmarkt.Archiv/Werner Reißaus
So ähnlich wird der Legehennenstall in Hohenreuth aussehen. Das Bild zeigt die Anlage von Michael Grampp zwischen Ködnitz und Neuenmarkt.Archiv/Werner Reißaus
Wie die Bürgerinitiative "Mannsflur gegen Massentierhaltung" mitteilt, hat sie am Dienstag das Urteil des Verwaltungsgerichtes Bayreuth erhalten. "Es ist 22 Seiten lang, was vielleicht die ungewöhnlich lange Entscheidungsfindung erklärt", so Sprecherin Dagmar Knade für die Initiative.

"Leider folgt das Gericht nicht unseren Argumenten und hat unseren Eilantrag abgelehnt", schreibt sie weiter. Der Anwalt der Initiative werde nun gegen die Entscheidung Beschwerde beim Bayerischen
Verwaltungsgerichtshof einlegen, kündigt sie in der Mitteilung an.

Egal, wie dort entschieden werde, gehe es dann automatisch weiter zum eigentlichen Gerichtsverfahren. Da es sich bei dem jetzigen Urteil ja nur um das Eilverfahren gegen die Teilbaugenehmigung gehandelt habe.

Im September hatte das Landratsamt eine Teilbaugenehmigung für den umstrittenen Stall für 12.000 Bio-Legehennen bei Mannsflur erteilt.

Die Genehmigung für die Landwirtsfamilie Haas beziehe sich aber zunächst nur auf den Erdaushub, die Fundamentierung und die Rohbauarbeiten für den Legehennenstall im Ortsteil Hohenreuth, wie Ulrich Wagner damals betont hatte, der bei der Kulmbacher Aufsichtsbehörde für Bauleitplanung, Bauordnung und Denkmalpflege zuständig ist. Die Art und Weise der Beseitigung des Niederschlagswassers, das vom Dach des Gebäudes kommen werde, müsse hingegen noch geklärt werden.


Von Wohnbebauung weiter weg

Das Landratsamt, so Wagner, habe einen unabhängigen Gutachter mit einer Expertise beauftragt, derzufolge das Vorhaben genehmigungsfähig sei. Unter anderem sei der Antragsteller gegenüber der ursprünglichen Planung von 150 auf 230 Meter von der Wohnbebauung weggerückt - weit mehr als gesetzlich vorgegeben sei.

Das Gutachten widerspreche auch den von der Bürgerinitiative geäußerten Befürchtungen in Bezug auf Bio-Aerosole und Geruchsbelästigung. "Wir stellen die Teilbaugenehmigung sämtlichen Nachbarn zu, die Einwendungen vorgebracht haben, damit sie prüfen können, ob sie gegen das Vorhaben Klage einreichen wollen. Knapp 50 Leute werden das Schreiben bekommen."


Antrag liegt seit Januar vor

Wagner verwies auch auf ein Gespräch im Landratsamt mit Vertretern der Bürgerinitiative, bei dem Fragen hinsichtlich der Zufahrt und der Wasserversorgung geklärt worden seien.
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