Kulmbach
Burggeflüster

Genießen und schweigen

Stress lass nach! Mancher lässt während einer Auszeit im Kloster den Alltag hinter sich. Unsere Autorin geht dafür in den Garten.
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Rückzug in meditative Ruhe - das geht nicht nur im Kloster, sondern auch im Garten.Dagmar Besand
Rückzug in meditative Ruhe - das geht nicht nur im Kloster, sondern auch im Garten.Dagmar Besand

Früher oder später geht es jedem von uns so: Wir fühlen uns gestresst! Berufliche Termine, private Termine, das eine oder andere gesundheitliche Problem, zu viele Pläne für zu wenig Zeit... Dann brauchen wir dringend eine Auszeit!

Ein Bekannter verabschiedete sich vor ein paar Tagen von mir mit dem Hinweis, er sei jetzt erst mal im Kloster zum Schweige-Retreat. Soll heißen: Rückzug in klösterliche Stille und einfach mal eine Woche lang die Klappe halten.

Das tut tatsächlich gut. Ich habe das selbst schon einige Male gemacht - für eine ganze Woche oder auch mal nur für einen Tag. Meditieren, zur Ruhe kommen, Klarheit in die Gedanken bringen, nichts besprechen oder planen. Ich kann das jedem wärmstens empfehlen.

Seit ich Gärtnerin bin, habe ich allerdings den Ort gewechselt: Garten statt Kloster. Ansonsten alles wie früher. Meditativ einfach mal still sein kann man nämlich tatsächlich auch bei der Gartenarbeit. Kartoffeln ernten und Äpfel pflücken, Laub rechen, Terrasse fegen, neue Beete anlegen, Blumenzwiebeln fürs Frühjahr verbuddeln...

Das Schöne am Garten-Ret reat: Nachdem ich mich ta gelang von früh bis abends an frischer Luft hingebungsvoll ausschließlich diesen Aufgaben gewidmet habe, ist richtig was geschafft. Habe ich nun gearbeitet und nebenbei meditiert? Oder mich entspannt und nebenbei etwas geleistet?

Schwer zu sagen und eigentlich auch egal. Erholt habe ich mich dabei und fühle mich jetzt wieder stressfest. Mal sehen, wie lange dieser schöne Effekt anhält...



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