Kulmbach
Schlägerei

Gartenparty in Kulmbach läuft völlig aus dem Ruder

Als ein Gast einer Kulmbacher Gartenparty zudringlich wurde, erhitzte sich die Stimmung und es kam zu einer handfesten Schlägerei.
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Bei einer Gartenparty in Kulmbach flogen die Fäuste. Symbolfoto:  Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Bei einer Gartenparty in Kulmbach flogen die Fäuste. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Zunächst hatten mehrere Kulmbacher friedlich gefeiert. Als ein Partygast jedoch zudringlich wurde, erhitzte sich die Stimmung und es kam zu einer handfesten Schlägerei. Für zwei Beteiligte endete der feucht-fröhliche Abend im Polizeigewahrsam beziehungsweise im Krankenhaus.

Kurz vor Mitternacht war der Frieden vorbei

Gegen 23.50 Uhr klingelte in der Kulmbacher Polizeiinspektion am Montag das Telefon. Ein Anrufer aus dem Spiegel teilte mit, dass es bei einer Gartenparty zu einer Schlägerei gekommen sei. Als die erste Streifenbesatzung an der angegebenen Adresse ankam, traf sie auf mehrere Personen, die zum Teil deutliche Verletzungen an Kopf und Händen aufwiesen.

Wie sich nach langer und umständlicher Klärung des Sachverhalts herausstellte, hatte man an dem lauen Sommerabend im Garten des Privatanwesens gefeiert und in ausgelassener Stimmung dem Alkohol zugesprochen. Als ein 27-jähriger Mann aus dem Kulmbacher Landkreis der Gastgeberin - wie die Polizei schreibt - "seine unsittliche Aufwartung machte", rief ihn ein weiterer 20-jähriger Gast deutlich und zugleich handgreiflich zur Räson.

Handfeste Keilerei

Hieraus entwickelte sich eine handfeste Keilerei, bei der auch eine Glastür zu Bruch ging und sich die beiden Kontrahenten nicht unerhebliche Verletzungen zuzogen.

Der anschließende Rettungsdiensteinsatz und der Transport der Verletzten ins Krankenhaus hätten die Situation eigentlich beenden können, wäre der ursprüngliche Störenfried zur Ruhe zu bringen gewesen. Dies gelang jedoch nicht, der alkoholisierte Mann nutzte auch in Anwesenheit der Polizei jede Gelegenheit, den Streit mit den übrigen Anwesenden fortzuführen.

Sogar Sanitäter angegriffen

Als er im Rettungswagen saß und eigentlich behandelt werden sollte, ließ er seine Aggression sogar noch am Sanitäter aus, der nur durch eine blitzschnelle Reaktion einen Faustschlag abwehren konnte.

Nun legten ihm die Beamten erneut Handschellen an, die jedoch zunächst auch keine "beruhigende Wirkung" zeigten. Vielmehr nutzte er diese dazu, um damit die Verkleidung des Rettungswagens zu beschädigen. Da die Beamten und die Sanitäter alle Hände voll zu tun hatten, konnten sie nicht verhindern, dass die übrigen Partygäste, die einem Platzverweis beharrlich nicht nachkamen, die Situation nochmals versuchten "auf ihre Weise" zu klären.

So kam es in Anwesenheit der Polizei noch zu einem Fußtritt eines 21-jährigen Mannes aus Kulmbach gegen den 20-jährigen, selbst ernannten "Ordnungshüter".

Ab in die Haftzelle

Für den 21-jährigen führte der Weg direkt in die Haftzelle, der 27-jährige musste noch einen "Umweg" über das Krankenhaus in Kauf nehmen, wo eine Behandlung seiner Schnittwunden nur unter "tatkräftiger" Anwesenheit der Polizei möglich war.

Im Anschluss bezog auch er sein Bett zur Ausnüchterung in staatlicher Obhut. Die Bilanz des unrühmlichen Endes des Partyabends: Insgesamt sechs Strafanzeigen wegen sexueller Belästigung, mehreren Körperverletzungsdelikten und Sachbeschädigung.pol

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