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Sauberkeit

Frühjahrsputz auf Spielplätzen und in Gärten im Kulmbacher Land

Überall im Landkreis Kulmbach rücken derzeit wieder freiwillige Helfer zum Frühjahrsputz auf Spielplätze aus. Die Aktion heißt "Zamm geht's".
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Samia (10) Müller kam nicht alleine zur "Zamm geht's"-Aktion im Mainleuser Schulgarten, sie hatte ihre große Schwester Leonnie (14) mitgebracht. Beide arbeiten auch zu Hause gerne im Garten
Samia (10) Müller kam nicht alleine zur "Zamm geht's"-Aktion im Mainleuser Schulgarten, sie hatte ihre große Schwester Leonnie (14) mitgebracht. Beide arbeiten auch zu Hause gerne im Garten
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Freitagmittag, die Schulglocke hat längst das wohlverdiente Wochenende für die Schüler und Lehrer eingeläutet. Doch an der Schule in Mainleus denkt keiner ans Nachhausegehen.


Unkraut geht's an der Kragen


Unter der Regie der beiden Lehrerinnen Marga Passing und Katrin Pühl trafen sich Grundschüler mit ihren Eltern im Schulgarten, um mit vereinten Kräften dem Unkraut an den Kragen zu gehen.

"Wir machen jedes Jahr bei der Aktion ,Zamm geht's' mit", so Marga Passing. 45 Kinder und 37 Erwachsene fanden sich in dem rund 400 Quadratmeter großen Garten ein. Bad Brambacher spendierte Getränke für alle. Der Markt Mainleus stellte Bratwürste und Steaks zur Verfügung. Denn natürlich sollten alle "Arbeiter" nach ihrem Einsatz mit einem schönen Grillfest belohnt werden.

Große Kommandos musste die Lehrerin nicht geben. Jeder der kleinen und großen Helfer wusste genau, was er zu tun hatte. "Wir haben hier zwölf Beete. Die wollen wir wieder anpflanzen", erklärte Passing kurz. Schon werkelten alle munter drauflos, legte die Erdbeerpflanzen frei und pflanzten Kräuter.


Schnittlauch aufs Brot


"Ich mag die grünen Zwiebeln am liebsten", schwärmte Luis Derfler (7) und meinte den Schnittlauch. Für Luis gibt es keinen besseren Brotbelag. Deshalb macht er sich Luis mit seiner Mama Julia mit der Handharke am Kräuterbeet zu schaffen. Unkraut entfernen, Erde lockern, dann kann alles schön wachsen.

Die Kinder, die zum Arbeitseinsatz in den Schulgarten gekommen waren, haben fast alle grüne Daumen. "Wir haben zu Hause auch ein Beet. Da bauen wir Karotten und Salat an. Das essen auch die Meerschweinchen", erzählte Leonnie Müller (14). Sie ist eigentlich nur zur Unterstützung ihrer kleinen Schwester in den Schulgarten gekommen. "Leider habe ich nicht so viel Zeit, deshalb habe ich meine Schwester noch mitgebracht. Zu zweit schaffen wir mehr", berichtete Samira Müller (10).


Sojabohnen als Besonderheit


Als Besonderheit sollen im Schulgarten Sojabohnen wachsen. Das Saatgut stammt von der Uni Hohenheim. "Wir werden aber auch Kartoffeln stecken und Tomaten und Gurken anbauen. Ein Gewächshaus haben wir auch", freute sich Katrin Pühl. Außerdem gedeihen im Schulgarten allerlei Beeren. Und die dürfen von den Schülern natürlich jederzeit vernascht werden.

"Ich arbeite eigentlich gerne im Garten. Besonders gerne pflanze ich Bäume", berichtete Linda Müller. Doch beim Arbeitseinsatz hatte sie die Aufgabe, den Weg vom Unkraut zu säubern. "Das ist jetzt natürlich nicht so eine schöne Aufgabe, aber ich machte trotzdem gerne mit", sagte die Siebenjährige. Die Kinder schafften in Windeseile wahre Berge von Unkraut aus den Beeten, schleppten das unerwünschte Grünzeug in einen eigens aufgestellten Container.


"Man muss das Schilf kürzen"


Eine besonders schwierige Aufgabe hatten Alexander (10) und Bernd Bittruf. Denn beide kümmerten sich um den schuleigenen Teich. "Aber das kriegen wir hin. Ich habe 15 Jahre lang geschäftlich Gartenteiche angelegt", lachte Bernd Bittruf. Auch sein Sohn ist schon ein kleiner Experte. "Man muss das Schilf kürzen", erklärt der Schüler, wie er vorgehen möchte. "Die meisten Teiche sind zu flach und haben keine Uferzone. Aber der Schulteich ist schön", konstatiert Bernd Bittruf. "Zu Hause haben wir auch einen Teich mit Seerosen, Schwertlilien und Sumpfdotterblumen", ergänzte Alexander.

Bei der Arbeit im Schulgarten entdeckten die Kinder Regenwürmer und dicke Egerlinge. Und so mancher staunte, was im Insektenhotel, das im Schulgarten steht, so los war. Denn bei herrlichem Sonnenschein waren die Insekten fast so geschäftig wie all die freiwilligen Helfer, die den Schulgarten für die "grüne Saison" 2018 fit machten.

Auch die Mitglieder des CSU-Ortsverbands Ludwigschorgast machten an der Aktion mit und richteten die Außenanlagen des katholischen Kindergartens St. Elisabeth her. Eine große Schar beteiligte sich daran. Auch die Kinder ließen sich nicht zweimal bitten.

Wenn es im Landkreis "Zamm geht's" heißt, kann sich auch die Trebgaster KiTa-Leiterin Jacqueline Ramming auf die Eltern ihrer Schützlinge verlassen. Das schöne Frühlingswetter animierte die vielen fleißigen Heinzelmännchen zusätzlich und spornte sie zu Höchstleistungen an.

Besonderes Augenmerk wurde dieses Mal auf die Überdachung des großen Sandkastens gelegt. Die hölzerne Konstruktion bekam nach 15 Jahren einen neuen Anstrich. Aber auch der andere Außenbereich wurde nicht vernachlässigt. Rasenpflege, Bäume und Büsche wurden ausgeschnitten, die Spielgeräte inspiziert, der Untergrund mit viel Rindenmulch aufgefüllt. Die KiTa-Leiterin zeigte sich erkenntlich und stellte zur Pause zu den gespendeten Getränken eine Brotzeit zur Verfügung.

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