Kulmbach
Entdeckertour 29

Früher stand das Wasser in Kulmbach sogar schulterhoch

Eine Inschriftentafel aus Sandstein am Kulmbacher Rathaus zeigt, dass die Stadt auch früher schon unter Hochwasser zu leiden hatte.
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Die Sandsteintafel an der Kulmbacher RathausmauerFoto: Erich Olbrich
Die Sandsteintafel an der Kulmbacher RathausmauerFoto: Erich Olbrich
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Die Tafel an der Gebäudeseite Richtung Oberhacken befand sich einst direkt am überwölbten Kohlenbach, der richtigerweise Kulmbach, also Bergbach heißt.

Im Einvernehmen mit den Hausbesitzern konnte die Tafel von dort an die Südseite des Rathauses gebracht werden. Sie Tafel erinnert an eine Überflutung Kulmbachs, von der auch in der von A.W. Heckel verfassten Stadtchronik berichtet wird.


Von den Tennach her

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673 war über die Wolfskehle von Tennach her ein großer Wolkenbruch auf die Stadt niedergegangen. Das hereindringende Wasser vernichtete die damals noch vorhandene Schanze samt Tor. Der Bach trat über. Auf dem Markt stand das Wasser so hoch, "dass es dem stärksten Mann bis über die Schultern ging".

So groß der Schaden war, den die Einwohner erdulden mussten, so zogen sie doch auch einigen Nutzen davon, indem sie sehr viele Fische fingen.

Ein zweiter Wolkenbruch der sich im Juli des gleichen Jahres ereignete, ging ohne bedeutende Nachteile ab.
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