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Kulmbach
Konzert

"FreiSing" unterstützt Amnesty International in Kulmbach

Das Ensemble "FreiSing" unterstützt die Kulmbacher Amnesty International-Gruppe mit einem Benefizkonzert in der Kreuzkirche.
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Glänzend aufgelegt präsentierte sich das Vokalenemble "FreiSing" mit (von links) Uli Grampp, Ursula Brückner, Tanja Schaller und Mathias Pitsch. Foto: Horst Wunner
Glänzend aufgelegt präsentierte sich das Vokalenemble "FreiSing" mit (von links) Uli Grampp, Ursula Brückner, Tanja Schaller und Mathias Pitsch. Foto: Horst Wunner
Musik kann berühren, die Seele zum Schwingen bringen, den Geist erfrischen und über das Leben nachdenken lassen. Das Vokalquartett "FreiSing", vier Interpreten mit Klasse und Reife, musiziert auf diese Weise und gab seinen Zuhörern das alles nachhaltig beim Benefizkonzert für Amnesty International mit auf den Weg. Für eine knappe Stunde verzauberten die Sänger die mehr als 100 Besucher in der Kreuzkirche.

Tanja Schaller (Sopran), Ursula Brückner (Alt), Mathias Pitsch (Tenor) und Uli Grampp (Bass) hatten einen besonders guten Tag, beflügelten mit leichter Akuratesse. Rein, klar, fein artikuliert, schwebten die Töne hauchzart im Gotteshaus. Das strukturierte Klangbild mit den gelungenen Hell-Dunkel-Schraffierungen ergab immer wieder gestochen scharfe Kontraste.

Ob Klassik von Anton Bruckner, Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart oder moderneres Liedgut von "Tango aus Swing and Sing" und die spanische Liebesballade aus dem 15. Jahrhundert, die Virtuosen überwanden federleicht sich auftürmende Hürden. Der orgeltiefe Bass des Uli Grampp kontrastierte fabelhaft mit der dosierten Stimmkraft der Sopranistin, Brückners Alt rundete nie überbordend ab, und Tenor Pitsch hatte keine Schwierigkeiten, auch in dezenten Parts Volumen zu zeigen.

Auf samtenem Stimmenteppich

Die Stärke des Quartetts liegt in der Fähigkeit, Feierliches und Keckes gleichermaßen elegant zu intonieren, wie in einer Art erfüllter Mission. Nur einmal wurden die Tonintervalle bei "Ave verum corpus" anfänglich zu dominant gesetzt.

Herrlich die ganz exakte, fröhliche Silbenformung in "Ma, Julieta, Dama" und bewegend die Weise "Guter Mond" - sphärisches Emporsteigen auf samtenem Stimmenteppich. Im Allegro und Menuett von Beethoven hörte man gern dem fehlerfreien Spiel der Tanja Schaller an der Querflöte und des Mathias Pitsch an der Geige zu, schönes Beiwerk zu den A cappella-Auftritten. Beifall en Gros prasselte auf die Interpreten nieder. Sie hatten sich das verdient.

Peter Hennings, Sprecher der Kulmbacher Gruppe von Amnesty International, warb um Sympathie für die Organisation: "Die Stimme für die Menschenrechte muss gehört werden." Die weltweite Vereinigung schreibe Briefe gegen das Vergessen, Erfolge seien sichtbar, aber immer noch zu wenig. Man handele nach dem chinesischen Sprichwort "Es ist besser, eine Kerze anzuzünden als sich über die Dunkelheit zu beklagen". Benefizkonzerte wie dieser Abend in Kulmbach brächten Licht in die Dunkelheit. Dafür dankte der Amnesty-Sprecher den Sängern herzlich.
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