Mainleus
Regelung

Freibad Mainleus: Verbotsschild wird einfach ignoriert

Der Bereich vor dem Mainleuser Freibad ist seit dieser Saison Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Doch das interessiert einige Autofahrer nicht.
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Das Verbotsschild beim Mainleuser Freibad wird ignoriert: Regelmäßig fahren  Autofahrer in den Bereich ein und stellen ihre Autos  im Schatten der Bäume  ab. Dort haben sie aber nichts verloren, das Gelände  ist   Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Foto: Jürgen Gärtner
Das Verbotsschild beim Mainleuser Freibad wird ignoriert: Regelmäßig fahren Autofahrer in den Bereich ein und stellen ihre Autos im Schatten der Bäume ab. Dort haben sie aber nichts verloren, das Gelände ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Foto: Jürgen Gärtner
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Ist es Bequemlichkeit, die Macht der Gewohnheit oder liegt es an den schön schattigen Plätzen? Egal. Immer wieder werden Autos auf der abgesperrten Fläche vor dem Mainleuser Freibad abgestellt. Dort, wo man früher parken durfte.

Doch das ist seit dem Neubau der Heinersreuther Straße vorbei. Denn im Zuge der Arbeiten wurde auch der Bereich vor dem Freibad neu gestaltet und ist nun nur noch Radfahrern und Fußgängern vorbehalten. Sogar rot-weiß gestreifte Absperrbaken und ein Verbotsschild weisen mittlerweile darauf hin, dass dort weder Autos noch Motorräder fahren dürfen.

Einfach dran vorbei

Doch das interessiert viele nicht. Selbst während des Fototermins können wir es beobachten: Eine Frau am Steuer eines weißen Kleinwagens mit einem etwa sechs Jahre alten Buben auf dem Rücksitz ignoriert das Einfahrtsverbot, umfährt die Bake und sucht für das Auto einen Platz unter den Bäumen. Nur für Freibad-Mitarbeiter ist die Durchfahrt hier erlaubt. Zu denen zählt sie aber nicht.

Aus Parkplatznot hat die Dame sicher nicht gehandelt: Nur wenige Meter auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind trotz hochsommerlicher Temperaturen unzählige Stellplätze auf dem offiziellen Parkplatz frei.

"Offensichtlich ist da noch Gewohnheit dabei", sagt Bürgermeister Robert Bosch. Aber er stellt fest: "Die Beschilderung bietet genug Anhaltspunkte, wie man sich richtig verhält." Er verweist darauf, dass die Maßnahmen getroffen wurden, um die Sicherheit für die Freibadgäste zu erhöhen. Neben der Ausweisung des verkehrsberuhigten Bereichs wurde sogar eine Ampel aufgestellt, die ein problemloses Überqueren vom Parkplatz zum Bad gewährleisten soll.

Um das Parken in dem eigentlich gesperrten Bereich zu unterbinden, sollen in den nächsten Wochen dort Findlinge abgelegt werden. Zudem ist der Einbau einer Schranke geplant. "Wir gehen seitens der Gemeinde davon aus, dass sich das dann regeln wird", so Bosch.

Wer trotz der Verbotsschilder in den verkehrsberuhigten Bereich vor dem Freibad einfährt, der muss damit rechnen, einen Strafzettel zu erhalten. 20 Euro Verwarnung werden dafür fällig, erklärt Verkehrssachbearbeiter Klaus-Peter Lang von der Polizeiinspektion Kulmbach.

Er verweist darauf, dass die Verkehrsführung vor dem Mainleus Freibad bewusst so gestaltet wurde, damit die Sicherheit für die Gäste erhöht wird und alle Besucher unbeschadet ins Freibad kommen.

Dass dort künftig kontrolliert wird, schließt er nicht aus: "Wir schauen uns das mal an, bevor da eine Unsitte draus wird."

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