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Landgericht

Folterhaus in Franken: "Es war ein barbarischer Akt" - Gericht muss Entscheidung verschieben

Im Verfahren wegen des Gewaltexzesses in der Kulmbacher Obdachlosenunterkunft geht es um eine schwierige Rechtsfrage.
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Am Freitag gab es im Sicherungsverfahren gegen einen Kulmbacher Obdachlosen - rechts sein Rechtsanwalt Wolfgang Schwemmer, Bayreuth - noch keine Entscheidung des Gerichts. Foto: Stephan Tiroch
Am Freitag gab es im Sicherungsverfahren gegen einen Kulmbacher Obdachlosen - rechts sein Rechtsanwalt Wolfgang Schwemmer, Bayreuth - noch keine Entscheidung des Gerichts. Foto: Stephan Tiroch

Wird der Mann, der einen Obdachlosen in der Kulmbacher Gemeinschaftsunterkunft in der Hermann-Limmer-Straße am 6. Januar zwei Stunden lang gequält und massiv misshandelt hatte, auf unbestimmte Zeit in die Psychiatrie eingewiesen? Oder darf er - nach dem Gewaltexzess im Kulmbacher Folterhaus - mit Milde rechnen und mit der auf zwei Jahre begrenzte Einweisung in eine Entziehungsanstalt?

Hier geht es um eine schwierige Rechtsfrage. Deshalb nahm sich am Freitag die 1. Große Strafkammer des Landgerichts Bayreuth bis Dienstag Zeit, um ihre Entscheidung zu verkünden.

"Was sich da abgespielt hat, mag man sich nicht vorstellen. Es war ein barbarischer Akt", meinte Staatsanwalt Julius Klug. Er sah die Voraussetzungen für die Unterbringung in der Psychiatrie für erfüllt an. Anders der Verteidiger, Rechtsanwalt Wolfgang Schwemmer aus Bayreuth. Er plädierte für die Einweisung in eine Entziehungsanstalt. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie im Premium-Bereich auf inFranken.de.

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