Wirsberg
Großprojekt

Förderung für Wirsberger Kita-Anbau deutlich aufgestockt

Die Kindertagesstätte in Wirsberg soll erweitert werden. Für die Umsetzung des 2,2-Millionen-Projekts erhält der Markt 1,6 Millionen Euro Zuschuss.
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Links neben dem Busbwartehäuschen soll in Kürze ein Zebrastreifen angelegt werden.Werner Reißaus
Links neben dem Busbwartehäuschen soll in Kürze ein Zebrastreifen angelegt werden.Werner Reißaus

Erfreulich für die Marktgemeinde Wirsberg: Für die bevorstehende Erweiterung der Herbert-Kneitz-Kindertagesstätte kann mit einer erhöhten Förderung gerechnet werden. Ausgehend von Baukosten von rund 2,2 Millionen Euro wird sich die Förderung auf 1 632 000 Euro belaufen; das entspricht rund 74 Prozent, so dass die Eigenmittel bei knapp 600 000 Euro liegen. Ursprünglich stand nur eine Förderung von 1,1 Millionen Euro im Raum.

Ausschlaggebend für die erhöhte Förderung war nach den Worten von Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD) eine Änderung der Planung hinsichtlich der Raumaufteilung, die Architekt Hans-Hermann Drenske bei einer gemeinsamen Besprechung an der Regierung flexibel umsetzen konnte. Anselstetter: "Die jetzige Lösung ist, wie die Regierung feststellte, vom Bauzuschnitt und auch der Größe des Ortes die Ideallösung."

Der Bürgermeister machte deutlich, dass sich die Kindertagesstätte nach wie vor eines großen Zuspruchs erfreut. Aus der derzeitigen fünfgruppigen Einrichtung wird nach Abschluss des Um- und Anbaus eine achtgruppige Kindertagesstätte mit Krippe, Kindergarten und Hort. Aufgrund der Planänderung und den Nachverhandlungen mit der Regierung habe sich das ganze Projekt zeitlich etwas verzögert, Anselstetter rechnet damit, dass die Gewerke im April 2019 ausgeschrieben werden können.

Es sei auch durchaus möglich, dass der Markt Wirsberg in den Genuss einer erhöhten FAG-Förderung kommt, da eine Erhöhung der Kostenrichtwerte vom Ministerrat verabschiedet wurde. Bürgermeister Hermann Anselstetter: "Landtagsabgeordnete Inge Aures hat sich in München erkundigt, aber die Mittel sind im Haushalt noch nicht eingestellt. Da heißt es jetzt Daumendrücken, dass aus München grünes Licht für eine erhöhte FAG-Förderung kommt."

Der Marktgemeinderat kam überein, umgehend den Zuwendungsantrag an die Regierung von Oberfranken zu stellen und das Architekturbüro Drenske damit zu beauftragen, den Bauantrag am Landratsamt einzureichen und die Arbeiten nach Vorliegen des Bewilligungsbescheides öffentlich auszuschreiben.

Und noch eine gute Nachricht für die Kindertagesstätte: Auf Höhe der Kindertagesstätte wird an der Kreisstraße KU 20 ein Fußgängerüberweg durch den Landkreis Kulmbach errichtet. Bürgermeister Anselstetter sprach von einer sehr erfreulichen Entwicklung, die mit vereinten Kräften aller Beteiligten erreicht werden konnte. Ausschlaggebend dafür war eine Änderung im Zubringerdienst der Hortkinder, die jetzt von der Bushaltestelle an den Werkstoren der Firma Kneitz hoch zur Kita laufen müssen. Nun soll ein Zebrastreifen mit Beleuchtung errichtet werden, der gegebenenfalls noch mit einer Ampel ausgestattet wird. Bürgermeister Anselstetter dankte Landrat Klaus Peter Söllner ausdrücklich und sagte: "Wir haben alles getan, damit die Querung der Kreisstraße für unsere Kinder gesichert ist."

Forstwirtschaft

Der Jahresbetriebsplan für die Forstwirtschaft hat für 2018 mit einem Minus von 254,80 Euro ein Negativergebnis gebracht. Die lang anhaltende Trockenheit hat für immense Schäden im Gemeindewald gesorgt und auch dazu geführt, dass der Jahresbetriebsplan nicht so umgesetzt werden konnte, wie es beabsichtigt war. Es mussten vor allem Käferschäden beseitigt werden das wertvolle Holz wurde dagegen nicht eingeschlagen. Für 2019 wird ein Holzeinschlag von 400 Festmeter geplant, der Einnahmen von 18 000 Euro erbringen soll. Dagegen stehen allerdings die Kosten für die Holzernte mit rund 13 000 Euro. Unter Berücksichtigung weiterer Kosten für Neupflanzungen und den Wegeunterhalt sieht der Jahresbetriebsplan 2019 einen Überschuss von 1265 Euro vor.

Mehr Stellplätze am Ärztehaus

Die Gestaltung der Außenanlagen am Ärztehaus in der Herbert-Kneitz-Straße wurde an die Firma Feustel, Bayreuth, zum Angebotspreis von 34 703 Euro vergeben. Die Planung wurde nochmals überarbeitet; jetzt werden anstelle von vier Stellplätzen noch fünf weitere errichtet und auch eine Zufahrt zum Hegnichweg geschaffen.

Blühflächen werden angelegt

Die Marktgemeinde Wirsberg wird Blühwiesen und Blühstreifen auf öffentlichen Flächen anlegen. Bürgermeister Anselstetter legte Wert auf die Feststellung, dass dies nichts mit dem Volksbegehren Artenvielfalt zu tun hat: "Das ist reiner Zufall. Wir wollen unsere biologische Vielfalt erhalten und verbessern. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der wir uns stellen." Man habe in der Vergangenheit schon die eine oder andere Verbesserung vorgenommen, so wurden beispielsweise die Mäharbeiten an Straßenränder bereits reduziert.

Aufgrund der hohen Ausgleichszahlungen, die der Gemeinde für die Windkraftanlagen zur Verfügung stehen, sollen jetzt in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde, den Landwirten und dem Marktgemeinderat größere Projekte verwirklicht werden. Für dieses Jahr steht dabei ein Betrag von 55 000 Euro zur Verfügung.

Der Bewilligungsbescheid für das Bürgerzentrum liegt der Marktgemeinde nun auch schriftlich vor. Danach kann laut Bürgermeister Anselstetter mit einer Traumfinanzierung von 90 Prozent gerechnet werden. Ausgehend von Baukosten in Höhe von knapp 4,5 Millionen Euro sind 4 048 200 Euro förderfähig. Der Markt Wirsberg kann deshalb mit einer Gesamtförderung von 3 643 300 Euro rechnen. Die Hauptgewerke sind bereits ausgeschrieben und werden im März vom Marktgemeinderat vergeben.



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