Himmelkron
Asyl

Flüchtlinge: Ankunft schon zum Jahreswechsel?

"Regierungsvizepräsidentin Frau Platzgummer-Martin hat mir eröffnet, dass die Entscheidung wohl schon getroffen ist und 180 Flüchtlinge im ehemaligen Autohof unterkommen sollen. Womöglich schon zum Jahreswechsel." Das sagte Himmelkrons Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) am Abend.
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Im Hotel des ehemaligen Autohofs Himmelkron sollen 180 Flüchtlinge untergebracht werden. Foto: Archiv/Werner Reißaus
Im Hotel des ehemaligen Autohofs Himmelkron sollen 180 Flüchtlinge untergebracht werden. Foto: Archiv/Werner Reißaus
Schneider hatte am Montag mit Petra Platzgummer-Martin in Bayreuth ein längeres Gespräch zum Thema Asylbewerberunterkunft in Himmelkron geführt.

Ins Rollen brachte den Stein Thomas Berger, der das Hotel aus der Insolvenzmasse des Shell-Autohofs erworben hatte. Er will das Gebäude der Regierung von Oberfranken vermieten, die es wiederum als Unterkunft für Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Nahen Osten nutzen will. Schneider wollte die Entscheidung nicht weiter kommentieren. "Ich habe wirklich Verständnis dafür, dass die Regierung nach Möglichkeiten der Unterbringung sucht. Ich habe Verständnis dafür, dass diese Flüchtlinge in großer Not sind und Hilfe benötigen. Himmelkrons Bürger verschließen sich dem sicher nicht.
Aber die Zahl von 180 ist doch enorm und wäre eine Riesen herausforderung, die da auf die Gemeinde zukäme."

Als Vergleich zog er die Stadt Kulmbach heran: "Wenn dort im Verhältnis zur Bevölkerung so viele Flüchtlinge aufgenommen werden würden, bedeutete das für Kulmbach, es müssten 1400 bis 1500 Menschen auf einmal untergebracht werden."

Inwiefern sich die Gemeinde gegen die Entscheidung der Regierung zur Wehr setzt, wollte Schneider noch offen lassen. "Ich werde das zunächst mit den Mitgliedern des Gemeinderats besprechen."
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