Laden...
Kulmbach
Burggeflüster

Feindbild wird zum Hoffnungsträger

Für viele Fußballfans ist Dietmar Hopp ein Feindbild, im Kampf gegen Corona ist er ein Hoffnungsträger.
Artikel drucken Artikel einbetten
Dietmar Hopp ist im Kampf gegen Corona ein Hoffnungsträger Foto: Uwe Anspach/dpa
Dietmar Hopp ist im Kampf gegen Corona ein Hoffnungsträger Foto: Uwe Anspach/dpa

Wie schnell sich die Dinge doch wandeln: Wer spricht noch von Greta, wer ärgert sich noch über die Bonpflicht, die Anfang des Jahres die Gemüter erhitzt hat?

Heute ist Corona

Heute ist Corona. Der Virus ist allgegenwärtig und macht am Beispiel von Dietmar Hopp deutlich, wie schräg unsere Gesellschaft doch ist. Hopp ist das Feindbild vieler Fußball-Ultras, die ihn noch vor wenigen Wochen als Kapitalisten in vielen Stadien verhöhnt haben. Mit der Pandemie ist der 79-Jährige nun aber zum Hoffnungsträger geworden. Hopp ist Mehrheitseigentümer des Tübinger Biotech-Unternehmens CureVac, das im Rennen um die Entwicklung eines Impfstoffes offenbar ganz weit vorne ist. Der Hoffenheim-Mäzen hat sogar US-Präsident Donald Trump ins Leere laufen lassen, der sich für viel Geld die Exklusiv-Rechte für den neuen Impfstoff sichern wollte.

Mit Moral

Was spätestens da auch dem verblendetsten "Fußball-Fan" deutlich geworden sein müsste: Hopp, der schon immer soziale Projekte gefördert hat, ist ein Kapitalist mit großer Moral. Selbst die, für die er ein Feindbild ist, dürften ihm nun wünschen, dass seinem Unternehmen zeitnah der Durchbruch gelingt. Dann könnten Fußballfans vielleicht bald wieder unbeschwert ins Stadion gehen.Und Themen wie die Bonpflicht könnten ins Rampenlicht rücken.

Verwandte Artikel