Mainleus
Weihnachtsmarkt

Farbenspiel im Mainleuser "Saal der 1000 Lichter"

Das Christkind, das am Samstagabend auf dem Balkon des Mainleuser Rathauses die frohe Botschaft der Adventszeit verkündete, strahlte mit dem hell erleuchteten Weihnachtsbaum um die Wette, vor dem sich Hunderte von Besuchern versammelt hatten.
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Winfried Fritsch bewundert die Puppenstubenminiaturen, die aussehen als stammten sie aus einer Konditorei. Sie sind aber nur aus Knetmasse geformt.  Foto: Stephan Stöckel
Winfried Fritsch bewundert die Puppenstubenminiaturen, die aussehen als stammten sie aus einer Konditorei. Sie sind aber nur aus Knetmasse geformt. Foto: Stephan Stöckel
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"Ich liebe es, Alt und Jung glücklich zu machen", sagte die zwölfjährige Karina Rohlheiser gegenüber der BR. Die junge Mainleuserin ging förmlich in ihrer Rolle auf.

Klar und flüssig trug sie den Prolog vor, ehe sie begleitet vom Nikolaus (Dieter Zimmermann) und zwei Engeln (Romy Tasler und Christina Nestmann) auf dem Adventsmarkt süßen Gabe verteilte. Kurz zuvor hatten die Glocken in der evangelischen Christuskirche den Advent eingeläutet.

Ein ganz besonderes Farbenspiel gab es im Nebengebäude der Gaststätte "Fränkischer Hof" zu erleben. Der "Saal der 1000 Lichter" machte seinem Namen alle Ehre. Überall blinkte, glitzerte, leuchtete und strahlte es in den unterschiedlichsten Farben. Die Stände wiederum offerierten eine Vielfalt an Kunsthandwerk, Strickwaren und anderen Geschenkartikeln.
Die Besucher fühlten sich in ein Schlaraffenland versetzt, in dem es Licht und Waren im Überfluss gibt. Ein Hingucker waren die mit Fliesen verzierten oder bunt bemalten Flaschen von Martina Türk, die auch handbemaltes Porzellan und selbstgebastelte Weihnachtskarten in ihrem Angebot hatte.


Stollen aus Knetmasse


Am Stand von Silvia Schmitt und Waltraud Hoch aus Kulmbach fühlte man sich in einen Konditorei hineinversetzt. Wer die "süßen Kalorienbomben" probieren wollte, hatte Pech: Christstollen, Guglhupf und Pralinen konnte man nicht essen, handelte es sich doch um Puppenstubenminiaturen, die aus einer speziellen Knetmasse hergestellt worden waren. Sie sahen aus, als wären sie im Backofen aufgegangen und nicht von Menschenhand geformt.

Hunderte von Besuchern flanierten am Samstag und Sonntag die Hauptstraße entlang, wo auch ein kleiner Flohmarkt seine Pforten für die Allgemeinheit geöffnet hatte. Der Duft von Glühwein, Lebkuchen und Plätzchen lag in der Luft. Nicht nur für Auge, Nase und Gaumen war am Wochenende allerhand geboten, auch das Gehör wurde mit weihnachtlichen Weisen verwöhnt. Der Musikverein mit seinen Ensembles - Blaskapelle, Blechwurm, Tonika und Tibicinium - hatte ein Adventskonzert in der Christuskirche auf die Beine gestellt, das Freude, Hoffnung und Ruhe in die Herzen der Zuhörer zauberte.

Herzergreifend wurde es, als Anneliese Kastner mit hoher Falsettstimme den Klassiker "Maria durch ein Dornwald ging" vortrug, der für Gänsehautstimmung im Gotteshaus sorgte.


Laternenzug durch den Ort


Ruhe zu finden in der vorweihnachtlichen Hektik, das war sowohl Pfarrer Michael Schaefer in seiner Fürbitte mit anschließendem Gebet, als auch Bürgermeister Dieter Adam in seiner Ansprache vor dem Rathaus, ein Herzensanliegen. Nachdem in der Kirche der letzte Ton verklungen war, trugen die Kleinen stolz ihre Laternen durch die Straßen von Mainleus, begleitet von ihren Eltern und dem klingenden Spiel, für das die Aktiven des Musikvereins sorgten.

Am Rathaus angekommen, ertönten aufs Neue weihnachtliche Weisen. Grundschüler aus den dritten und vierten Klassen unter der Leitung von Lehrerin Elke Höhn und Anneliese Kastner verzauberten die zahlreichen Zuhörer mit wohlklingenden weihnachtlichen Weisen, ehe dann das Christkind allen eine schöne, geruhsame Vorweihnachtszeit wünschte.

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