Himmelkron
Justiz

Vanessa (8) ertrinkt im Schwimmbad: Eltern legen Rechtsmittel gegen Urteil ein

Das Urteil im Fall Vanessa ist nur teilweise rechtskräftig. Die Eltern des ertrunkenen Mädchens haben Rechtsmittel eingelegt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Urteil im Fall Vanessa ist  nur  teilweise rechtskräftig.   Die Eltern des ertrunkenen Mädchens haben Rechtsmittel eingelegt. Foto: Archiv
Das Urteil im Fall Vanessa ist nur teilweise rechtskräftig. Die Eltern des ertrunkenen Mädchens haben Rechtsmittel eingelegt. Foto: Archiv
"Ich würde das Urteil so akzeptieren und warte ab, was meine Ex-Frau und die Betreuerin machen." Das hatte kurz nach der Urteilsverkündung am 5. April Roland Koska erklärt, der Vater von Vanessa, des Mädchens, das im Juli 2014 im Alter von acht Jahren im Himmelkroner Freibad ertrunken war. Im Prozess am Kulmbacher Amtsgericht war die Betreuerin der Kindergruppe, mit der das Mädchen das Bad aufgesucht hatte, der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen worden. Der Bademeister wurde freigesprochen.

Es ist ein Urteil, das sowohl der Vater wie auch die Mutter des verstorbenen Mädchens nun offenbar nicht akzeptieren. Beide waren im Prozess Nebenkläger. Über die Bayreuther Anwaltskanzlei Lowack und Partner, die die inzwischen getrennt lebenden Eltern vertritt, wurden Rechtsmittel eingelegt. Das bestätigt Stefan Grawe, der Pressesprecher des Kulmbacher Amtsgerichts. Eine Begründung dazu sei von den Anwälten erst zu erwarten, wenn die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt, so Grawe.

Nach dem Urteilsspruch scheint es, als wollten die Eltern den Freispruch für den Bademeister nicht akzeptieren. Die Rechtsanwälte der Nebenkläger waren gestern für eine Nachfrage nicht zu erreichen.


Betreuerin akzeptiert Urteil

Wer vermutet hat, dass die Betreuerin für sich ebenfalls einen Freispruch einfordern würde, sieht sich getäuscht. Denn über ihren Verteidiger, Rechtsanwalt Ralph Pittroff, wurde kein Rechtsmittel eingelegt. Das Urteil wird laut Gerichtssprecher Stefan Grawe, auch von der Staatsanwaltschaft akzeptiert. Diese hatte sowohl im Falle der Betreuerin als auch beim Bademeister auf Freispruch plädiert.
Verwandte Fotoserien
1 Kommentar
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren