Kulmbach
Aslyrecht

Fall Hossein: Es gibt noch kein Urteil

Der in Kulmbach lebende Iraner Hossein kämpft gegen die Abschiebung in sein Heimat and. Am Donnerstag fand eine Verhandlung am Verwaltungsgericht statt.
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Hossein mit seiner Schwester Parnian. Foto: privat
Hossein mit seiner Schwester Parnian. Foto: privat

Drei Stunden dauerte am Verwaltungsgericht Bayreuth die Verhandlung im Fall des jungen Iraners Hossein, der seit gut zwei Jahren in Kulmbach lebt und (wie berichtet) in seine Heimat abgeschoben werden soll. Nachdem der Asylantrag des 21-Jährigen schon vor über einem Jahr abgelehnt worden war, hatte dieser einen Asylfolgeantrag gestellt, den das Bundesamt für Migration auch abgelehnt hat. Gegen die Entscheidung der Bundesbehörde hat Hossein nun geklagt.

Eine Entscheidung hat der Vorsitzende Richter noch nicht bekanntgegeben. Wie die Pressesprecherin des Gerichts, Sophia Schießl, mitteilt , hat der Iranerausführlich dargelegt, warum er aus Glaubensgründen die Abschiebung in den Iran fürchtet. Hossein ist zum Christentum konvertiert und fürchtet um sein Leben.

In den nächsten zwei Wochen wird der Vorsitzende Richter laut Sophia Schießl den Parteien den Tenor der Entscheidung bekanntgegeben. Für das Urteil selbst hat der Richter nach ihren Worten bis zu fünf Monate Zeit.

Hossein bleibt auf freiem Fuß. Der Pfarrer der Kreuzkirche, Jürgen Singer, hat ihn und seine Mutter nach Bayreuth begleitet und beide nach der Verhandlung zurück in die Kulmbacher Wohnung gebracht.

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