Mainleus
Bürgerbeteiligung

Es geht um die Zukunft von Mainleus

Am Mittwochabend stellte die Gemeinde Mainleus ein letztes Mal die Planungen für die Ortsentwicklung vor - und bat die Bürger um ihre Meinung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Entwicklungskonzept für den Markt Mainleus steht und wird den Ort die nächsten Jahre und Jahrzehnte prägen. Foto: Jürgen Gärtner
Das Entwicklungskonzept für den Markt Mainleus steht und wird den Ort die nächsten Jahre und Jahrzehnte prägen. Foto: Jürgen Gärtner
Der Begriff ist sperrig: "Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept, kurz Isek. Doch was sich dahinter verbirgt, das wird die Entwicklung des Marktes Mainleus die nächsten Jahre und Jahrzehnte prägen. Vier Jahre haben sich Städtebauer, Kommunalpolitiker und Bürger Gedanken darüber gemacht, wie die Zukunft des Ortes gestaltet werden kann. Die Planungen sind abgeschlossen, am Mittwochabend präsentierte die Gemeinde zum letzten Mal der Öffentlichkeit das Konzept. Dieses letzte Treffen fand in der Aula der Schule statt - dort, wo 2014 auch zum ersten Mal die Planungen der Bevölkerung präsentiert wurden. Der Gemeinderat wird das Konzept nun wohl in der Juli-Sitzung absegnen.

Für Bürgermeister Robert Bosch (CSU) ist klar: "Mainleus hat Handlungsbedarf." Deshalb habe man sich Gedanken gemacht: "Welchen Spielraum haben wir, um den Ort schöner zu machen." Zwei Büros haben den Markt auf diesem Weg begleitet, sagte er am Mittwochabend und übergab das Wort an einen ihrer Vertreter - an Stadtplaner Gunter Schramm vom Nürnberger Büro Planwerk.

Schramm betonte, dass sich das Entwicklungskonzept auf einen genau festgelegten Bereich bezieht und das Spinnereigelände, die Siedlung Hornschuchshausen und einen großen Teil des Ortskerns umfasst. Die Siedlung westlich der ehemaligen Spinnerei gehört allerdings schon nicht mehr dazu.

Das Wichtigste für Privatpersonen, die im Isek-Gebiet Häuser besitzen, ist sicherlich das Fassadenprogramm. Durch das sind laut Schramm "nicht unerhebliche Abschreibungsmöglichkeiten" bei Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen möglich. Als Beispiel nannte er bei Investitionen in Höhe von 45 000 Euro Rückerstattungen bis zu 15 000 Euro . Ansprechpartnerin in der Gemeinde für das Fassadenprogramm ist Bettina Seliger.

Ansonsten sind die ganz großen Projekte keine großen Überraschungen: die Spinnerei und das Spinnstuben-Ensemble (für dessen Sanierung bereits am 29. Juni Spatenstich ist). Dann stehen noch die Neugestaltung des Konrad-Popp-Platzes, des Rathaus-Umfeldes mit Fritz-Hornschuch-Platz, des Bahnhofsvorplatzes und der Hauptstraße zwischen Konrad-Popp-Platz bis Bahnhof ganz vorne auf der Wunschliste. Auch ein Parkplatzkonzept sei ein wichtiges Thema.

Wie schnell davon etwas umgesetzt werden kann, hängt nach den Worten des Stadtplaners von vielen Faktoren ab: der Förderung und den Finanzen, den Besitzverhältnissen, der Dringlichkeit. "Wir zeigen nur, wo Handlungsbedarf besteht, entscheiden müssen Sie", sagte Schramm.

Intensiv diskutiert worden sei die Hauptstraße, bei der es sich allerdings um eine Kreisstraße handelt und damit der Landkreis zuständig ist. "Da müssen Sie sich abstimmen", erklärte er. Fest stehe, dass sich dort etwas tun müsse. Die Straße sei teilweise viel zu breit ("Sieben bis acht Meter brauch ich dort nicht"), dort könne man versetzte Parkplätze oder einen Radweg anlegen.

In der anschließenden Aussprache ging es unter anderem um die Spinnerei und die Frage, wann sich dort etwas tut? Dazu erklärte Bürgermeister Bosch: "Jetzt beginnt die Bauleitplanung inklusive Erschließung. Das Gute ist, dass man an vielen Ecken mit den Arbeiten beginnen kann, weil das eine nicht vom anderen abhängig ist. An den Stellen, wo wir wissen, dass abgerissen und genaut werden soll, werden wir schnell in die Abrissplanung gehen. Aber das ist kein sehr großer Teil."
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren