Ködnitz
Vollsperrung

Engstelle bei Fölschnitz: Bauamt lässt Boden untersuchen

Die Engstelle zwischen Kauerndorf und Fölschnitz ist manchem ein Dorn im Auge. Nun soll geprüft werden, ob eine andere Linienführung möglich wird.
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Ab Montag ist die Staatsstraße 2182 zwischen Fölschnitz und Kauerndorf komplett gesperrt.Jochen Nützel
Ab Montag ist die Staatsstraße 2182 zwischen Fölschnitz und Kauerndorf komplett gesperrt.Jochen Nützel

Die großen Hinweistafeln verkünden es: Die Staatsstraße 2182 zwischen Kauerndorf und Fölschnitz wird ab Montag, 14. Oktober, voll gesperrt. Grund dafür sind, so der zuständige Abteilungsleiter im Staatlichen Straßenbauamt Bayreuth, Siegfried Beck, Erkundungen des Bodens.

Diese seien Voraussetzung, um möglicher Weise später in Teilbereichen eine Verbreiterung der Fahrbahn vornehmen zu können. "Die Strecke ist bekanntermaßen kurvig und bisweilen eng, vor allem beim Begegnungsverkehr größerer Fahrzeuge", sagt Beck. Er erinnert in diesem Zusammenhang an einen Unfall, bei dem im August 2018 ein OVF-Bus und ein Transporter kollidiert waren.

Bis zum 25. Oktober geplant

Für weitere Planungen sind jedoch zunächst Voruntersuchungen der Beschaffenheit des Untergrunds vonnöten. Die Arbeiten dafür benötigen größeres Gerät, sodass der Streckenabschnitt komplett gesperrt werden muss - und eben weil der Abschnitt dort so eng ist, bleibt nichts anderes übrig, als dicht zu machen. Nach Angaben Becks soll dies bis Freitag, 25. Oktober, dauern. Witterungsbedingt seien aber durchaus zeitliche Verschiebungen möglich.

Die Umleitung erfolgt laut Straßenbauamt für beide Fahrtrichtungen ab Trebgast über Neuenmarkt zur Bundesstraße 303 und weiter über die B 289 nach Kauerndorf und umgekehrt. Das Straßenbauamt bittet für die Verkehrsbehinderungen um Verständnis. Der Schulbusverkehr darf übrigens die Baustelle während diese Phase passieren.

Für Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (CSU) ist es wichtig, dass sich Gemeinde und Behörde über den weiteren Verlauf abstimmen. Den Zeitpunkt der Vollsperrung hält er für nicht ganz glücklich gewählt. Er hätte es lieber gesehen, wenn die Maßnahme in die Oster- oder Sommerferien gelegt worden wäre. Nichtsdestotrotz finde er es richtig, die Vorabuntersuchungen zu tätigen, um Klarheit zu gewinnen, wie es im Nadelöhr weitergeht. Die vor Monaten installierten Schilder, die den Abschnitt auf 40 respektive 50 Stundenkilometer begrenzen, haben durchaus Wirkung erzielt, sagt Heckel-Michel. "Ich habe schon den Eindruck, dass dort langsamer gefahren wird, was zugleich die Gefahrenstelle entschärfen hilft."

Zur möglichen neue Linienführung mahnt der Bürgermeister Maß und Ziel an. "Wir sollten zum einen die Umweltverträglichkeit im Blick haben. Zum anderen ist keinem gedient, wenn wir eine gerade Strecke bekommen, die zum Rasen verleitet." Eventuell sei es schon ein Fortschritt, die vor einigen Jahren installierte Betonwand ein Stück weiter zurückzuversetzen.

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