Kulmbach
Beschäftigung

Endspurt auf dem Ausbildungsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli minimal gestiegen, bleibt aber immer noch unter Vorjahresniveau. Der Ausbildungsmarkt bietet noch viele Möglichkeiten.
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Symbolbild: Christopher Schulz
Symbolbild: Christopher Schulz

Saisonüblich stieg die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Bayreuth-Hof im Juli leicht an. Die Arbeitslosenquote stieg im Gesamtbezirk auf 3,3 Prozent und lag damit immer noch 0,1 Pro-zentpunkte unter dem Wert von Juli 2018.

"Das Ende des Schul- und Ausbildungsjahres sorgt wieder dafür, dass die Arbeitslosigkeit insbesondere bei den jungen Menschen der Region vorübergehend etwas zunimmt. Erfahrungsgemäß können aber die meisten spätestens im Herbst neue berufliche Wege gehen", so die aktuelle Bilanz des stellvertretenden Agenturleiters Udo Kolb.

Dass auch weiterhin großer Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften besteht zeigen auch die Stellenzugänge. Zwar meldeten die Betriebe der Region im Juli etwas weniger offene Stellen, mit 1280 Vermittlungsaufträgen bleibt die Nachfrage aber weiterhin auf hohem Niveau. Insgesamt steht in der Region derzeit ein Arbeitsplatzangebot von fast 6000 gemeldeten offenen Stellen zur Verfügung, rund 80 Prozent davon für ausgebildete Fachkräfte. "Hier zeigt sich somit ungebrochen eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften im Bezirk Bayreuth-Hof, auch wenn die Dynamik etwas nachlässt", betont Kolb.

Im Landkreis Kulmbach waren im Juli 1265 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Die Anzahl der Arbeitslosen ist damit im Vergleich zum Vormonat um 16 Personen angestiegen. Dies hatte keine Auswirkung auf die Arbeitslosenquote; sie blieb konstant bei 3,0 Prozent und damit weiterhin, mit einem Minus von 0,3 Prozentpunkten, unter dem Vorjahreswert.

Im Juli erfolgten zahlreiche Meldungen von jungen Menschen nach Abschluss einer Berufsausbildung, die nicht von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen wurden. Außerdem kamen Absolventen von Fach- und Berufsoberschulen, aber auch von schulischen Berufsausbildungen wie Kinderpfle-ger/innen und Techniker/innen auf die Agentur für Arbeit zu. "Das Gros wird nur kurze Zeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, weil bereits konkrete Pläne für die Zeit ab Herbst vorliegen und der Arbeitsmarkt auch sehr gute Chancen und Möglichkeiten bietet", erklärt Udo Kolb.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zog im Juli in Kulmbach etwas an. 158 Stellenmeldungen gingen beim Arbeitgeber-Service ein, 18 mehr als im Vormonat aber 68 weniger als ein Jahr zuvor. Nachgefragt wurden insbesondere Altenpfleger, Altenpflegehelfer, Busfahrer für Nah-, Fern- und Reiseverkehr und Berufskraftfahrer. Aber auch Köche sowie Küchen- und Servicekräfte waren gefragt. Gute Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen weiterhin für qualifizierte Hilfskräfte im Handwerk. Nach wie vor sind Fachkräfte für das Bauhaupt- und -nebengewerbe und für den Metallbereich dringend gesucht.

Derzeit sind noch 88 Jugendliche auf der Suche nach einem beruflichen Weg. 290 Ausbildungsstellen sind noch unbesetzt. Damit kommen rechnerisch 3,30 unbesetzte Berufsausbildungsstellen auf einen unversorgten Bewerber.

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