Kulmbach

Einsatz zur Linderung der Not

Der Lions-Club Kulmbach-Bayreuth besteht seit 60 Jahren. Bei der Feier im Kulmbacher Rathaus wurde eine ganz besondere Auszeichnung verliehen.
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Der Lions-Distrikt-Governor Wolfgang Debler überraschte mit einer Ehrung der höchsten Klasse: Rudolf Rausch wurde mit der Melvin-Jones-Fellow-Plakette ausgezeichnet, weil er bereits seit 1973 die Lions-Idee "We serve" - "Wir dienen" lebt.Foto: Sonny Adam
Der Lions-Distrikt-Governor Wolfgang Debler überraschte mit einer Ehrung der höchsten Klasse: Rudolf Rausch wurde mit der Melvin-Jones-Fellow-Plakette ausgezeichnet, weil er bereits seit 1973 die Lions-Idee "We serve" - "Wir dienen" lebt.Foto: Sonny Adam
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Ob der Lions-Club Bayreuth-Kulmbach am 20. Februar 1959 oder am 10. Februar 1959 gegründet worden ist, ist aus den historischen Auszeichnungen nicht mehr genau ersichtlich. Handschriftliche Unterlagen sprechen für den 10. Februar, doch die offiziellen - damals noch mit der Schreibmaschine geschriebenen Einladungen - datieren das Gründungsdatum auf den 20. Februar. "Deshalb haben wir die Jubiläumsfeier auf den 15. gelegt, genau dazwischen", erklärte der amtierende Präsident des Lions-Clubs Bayreuth-Kulmbach, Ingo Rausch.

Die Gründungsversammlung fand seinerzeit im Hotel "Reichsadler" in Bayreuth statt. Schon am 22. Mai wurde der Club offiziell von "Lions international" gechartert und in die große Lions-Gemeinschaft aufgenommen.

Präsident Ingo Rausch blickte bei der großen Jubiläumsfeier im Kulmbacher Rathaus auf die Geschichte des Serviceclubs zurück. Der Club setze sich für humanitäre Belange ein, für freundschaftlichen Umgang mit Menschen in aller Welt. Der Austausch internationaler Freundschaften und die Linderung von Not ist das zentrale Anliegen der Lions-Mitglieder.

Bis heute gibt es regelmäßige "Jumelage"-Treffen mit Frankreich.

Die Bilanz, die der Lions-Club Bayreuth-Kulmbach 60 Jahre nach seiner Gründung ziehen kann, ist immens. Mehr als 1,5 Millionen Euro Spenden wurden verteilt, die zahlreichen Sachleistungen nicht mitgerechnet. Der Lions-Club unterstützt SOS-Kinderdörfer, hilft Familien, die "weniger Glück im Leben" hatten. Legendär ist der Lions-Flohmarkt in der Bayreuther Rotmainhalle, der Bücher- und Medienflohmarkt sowie der Wein- und Genussstand beim Bayreuther Bürgerfest.

Insgesamt hatte der Lions-Club 56 Präsidenten. Einige übten das Präsidentenamt mehrfach aus, so Rausch.Eine besondere Überraschung hatte der Lions-Distrikt-Governor Wolfgang Debler zum Jubiläum parat. Er überreichte Rudolf Rausch die Melvin Jones Fellow-Tafel und die dazugehörige Reversnadel.

Erst fünf Preisträger

Erst vier Mal haben die Lions diese Auszeichnung in ihrer 60-jährigen Geschichte vergeben. Rudolf Rausch ist der fünfte Preisträger.

"Ich bedanke mich sehr für diese Auszeichnung und ich möchte mich ihrer würdig erweisen", sagte Rudolf Rausch, sehr überrascht. Die Auszeichnung wird nur an Mitglieder verliehen, die sich in besonderer Weise für die humanitären Ziele der Lions eingesetzt haben. Als ein Melvin Jones Fellow wird Rudolf Rausch ein Teil des wachsenden Netzwerkes von Einzelpersonen, die sich dafür engagieren, die Lebensqualität für Menschen in den eigenen Gemeinden sowie in den Gemeinden auf der ganzen Welt, zu verbessern, betonte der Distrikt-Governor.

Insgesamt gehören 1,5 Millionen Menschen den Lions-Clubs an. Es gibt fast 50 000 Clubs in sieben Nationen.

Kampf gegen Blindheit

Eines der wichtigsten internationalen Projekte der Lions ist die Bekämpfung von Blindheit. Durch das Engagement des Serviceclubs können rund 180 Millionen Menschen wieder sehen. Jedes Jahr initiiert das Lions-Hilfswerk mit RTL einen Spendenmarathon.

Beim Lions-Jubiläum hielt der Vizepräsident für Lehre und Studierende der Universität Bayreuth, Professor Dr. Martin Huber, einen Festvortrag über den Sinn und Nutzen von Jubiläen.

Oberbürgermeister Henry Schramm, selbst Lions-Mitglied, hieß die Festgemeinde gerne im historischen Ratssaal willkommen und präsentierte einen Film über Kulmbach. Tatsächlich gäbe es zwischen Bayreuth und Kulmbach lebendige Beziehungen und viele, auch historisch begründete Gemeinsamkeiten, so der Oberbürgermeister. Persönlich läge ihm die Mitgliedschaft beim Lions-Serviceclub am Herzen. "Und manchmal trifft man auf andere Lions-Brüder - das verbindet und öffnet auch Türen", sagte Schramm.

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