Kulmbach
Wallfahrt

Einmal dem Papst ganz nah sein

Für die langjährige Ministrantin Astrid Ambrosius (22) aus Neudrossenfeld ging ein Traum in Erfüllung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Neudrossenfelderin Astrid Ambrosius (blaues T-Shirt, weißer Hut) durfte beim Papstbesuch in der ersten Reihe sitzen. Als der Papst im Papamobil an ihr vorbeifuhr, sprang sie auf und winkte ihm.privat
Die Neudrossenfelderin Astrid Ambrosius (blaues T-Shirt, weißer Hut) durfte beim Papstbesuch in der ersten Reihe sitzen. Als der Papst im Papamobil an ihr vorbeifuhr, sprang sie auf und winkte ihm.privat
+10 Bilder
Diese Ferien wird Astrid Ambrosius so schnell nicht vergessen. Denn die 22-Jährige aus Neudrossenfeld, die sich viele Jahre lang als Messdienerin in der katholischen Kirche engagiert hat und als Küchenhilfe im Paul-Gerhardt-Kindergarten arbeitet, machte bei der Ministrantenwallfahrt 2018 nach Rom mit. Insgesamt vier Messdiener aus dem Landkreis Kulmbach - aus den Gemeinden St. Hedwig, Unsere Liebe Frau, St. Marien Thurnau und Neudrossenfeld - nahmen an der großen Wallfahrt teil. Als Begleitpersonen reisten Bettina Ambrosius und der Pfarreiverantwortliche der Wallfahrt, Bernd Lengenfelder, mit.
Erste Station der Reise war Bamberg. Dort hielt Erzbischof Ludwig Schick eine "Aussendemesse" - danach brachen insgesamt tausend Ministranten aus dem ganzen Erzbistum mit Bussen nach Rom auf. "Die Busse fuhren in einer Kolonne - 15 Busse hintereinander", schilderte Bettina Ambrosius das Spektakel. 15 Stunden dauerte die Fahrt. "Aber noch am selben Abend unternahmen wir einen abendlichen Spaziergang durch die ewige Stadt. Denn natürlich wollten alle das Pantheon, den berühmten Trevibrunnen und die bekannte Schreibmaschine sehen", erzählt Ambrosius.
Bei der Schreibmaschine handelt es sich um das "Monumento Vittoria Emmanuele II" auf der Piazza Venezia. Das Denkmal ist 81 Meter hoch und hat wegen der Anlage des Baus den Namen "Schreibmaschine" bekommen - eigentlich gilt das Monument als Hommage an den ersten König des geeinten Italiens.
"Ich fand es so beeindruckend, überall Ministranten aus Deutschland und vielen anderen Ländern zu sehen", schwärmt Julian Neubrand (16). "Es war toll, dass wir viele Sehenswürdigkeiten besuchen konnten." Die jüngste Teilnehmerin der Reise war Greta Lengenfelder (12). Neben Astrid Ambrosius war noch ihr Bruder Lars (19) dabei.


Unvergesslich

"Der Höhepunkt war die Papstaudienz. Ich durfte ganz vorne sitzen, weil ich einen Schwerbehindertenausweis habe", erzählt Astrid Ambrosius. Damit wurde für die 22-Jährige ein Traum wahr. Denn Astrid Ambrosius hat es sich schon lange gewünscht, einmal den Papst live zu sehen. Und näher als sie kam ihm aus der Gruppe niemand - für Astrid Ambrosius ein unvergessliches Erlebnis. "Die ganze Stimmung war gut. Und auch die Musik hat mir super gefallen", schwärmt die 22-Jährige von der Romreise.
Insgesamt kamen bei der Ministrantenwallfahrt in Rom 70 000 Ministranten aus der ganzen Welt zusammen, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Sie tauschten mit anderen Messdienern Tücher und Armbänder und bastelten Kraniche als Symbol für den Frieden.
Außerdem gab es ein Gruppenpicknick vor den Toren Roms. Erzbischof Ludwig Schicke zelebrierte Friedensandachten. "Wir hatten genug Zeit, um auch die spanische Treppe zu sehen oder um die ,beste Eisdiele Roms‘ zu besuchen. Auch der Blick über Rom und die Besichtigung des antiken Roms waren beeindruckend", zeigte sich auch Bettina Ambrosius begeistert von der Miniwallfahrt. Ministrantenwallfahrten finden übrigens nur alle vier Jahre statt.


Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren