Harsdorf
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Eingangsseite des Harsdorfer Bräuhauses wird noch schöner

Über der mittleren Tür des künftigen Bräuhauses in Harsdorf wurde ein Sandsteinbogen entdeckt und freigelegt.
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Für das Bräuhaus hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung weitere Gewerke vergeben. Derzeit ist die Zimmerei Lauterbach aus Sandreuth dabei, den alten Dachstuhl zu erneuern.Werner Reißaus
Für das Bräuhaus hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung weitere Gewerke vergeben. Derzeit ist die Zimmerei Lauterbach aus Sandreuth dabei, den alten Dachstuhl zu erneuern.Werner Reißaus
Eine geschlagene Stunde beschäftigte sich der Gemeinderat am Dienstagabend mit den Planänderungen des Bräuhauses sowie mit der Medienausstattung für den Saal und die Bar in der "Tanne".
Bürgermeister Günther Hübner (CSU) gab bekannt, dass die geringfügigen Tekturen im Erdgeschoss nicht über das Amt für Ländliche Entwicklung gefördert werden, wohl aber die Mehrkosten, die bei der Vergabe der einzelnen Gewerke entstanden sind. Sie liegen zum Teil mit rund 20 Prozent über der ursprünglichen Kostenschätzung. Im Wesentlichen eine Folge der gegenwärtigen Konjunkturlage am Bau.


Biergarten bekommt Dach

Architekt Berthold Just machte deutlich, dass die Planänderungen für die praktische Arbeit im Bräuhaus von Vorteil sind. Eine optische Verbesserung erfahre auch die Eingangsseite des Gebäudes. Hier habe man einen Sandsteinbogen über der mittleren Tür entdeckt und freigelegt. Der Biergarten bekommt laut Just zudem eine großzügige Überdachung. Weiter wurde festgelegt, dass an der Bühne im Saal eine Leinwand mit einem Elektromotor installiert werden soll. Die Kosten sollen eruiert werden.
Der Auftrag für die Elektroarbeiten im Bräuhaus wurde an die Firma SEL Schmidt in Bindlach zum Preis von 16 232 Euro vergeben, die Schätzung lag nur um rund 600 Euro niedriger. Die notwendigen Sanitärarbeiten wird die Firma Hopf aus Bayreuth vornehmen. Die Auftragssumme beläuft sich auf knapp 7700 Euro.
Im April werden noch die Arbeiten für die Außenanlagen an der "Tanne" und am Bräuhaus sowie für die dazwischen liegende Zufahrt ausgeschrieben. "Wir wollen dort eine einheitliche und schöne Gestaltung schaffen", sagte Bürgermeister Hübner.
Einstimmig verabschiedet wurde das von der Verwaltung ausgearbeitete Konzept zur Wiedererlangung der finanziellen Leistungsfähigkeit, das nötig ist, um weiter Stabilisierungshilfen zu erhalten.


Finanzlage bleibt angespannt

Die Haushaltssituation hat sich nach den Worten von Günther Hübner zwar wider Erwarten gebessert, die finanzielle Lage bleibe weiterhin angespannt. Im Rahmen der Möglichkeiten sollten stetig Sondertilgungen geleistet und Darlehen zurückgeführt werden, deren Zinsbindung ausläuft. Der Bürgermeister machte deutlich, dass zum 31. Dezember 2019 erstmals seit dem Jahr 2003 die Pro-Kopf-Verschuldung wieder auf unter 1000 Euro je Einwohner sinken könnte: Dies sei zum einen dem Konsolidierungswillen der Gemeinde Harsdorf, zum anderen aber vor allem den vom Freistaat Bayern gewährten Stabilisierungshilfen geschuldet.
Günther Hübner gab noch bekannt, dass das Landesamt für Umwelt vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit der Umsetzung der EU-Richtlinien für das Hochwasserrisikomanagement beauftragt wurde.
Hierzu würden bis Ende 2019 an zahlreichen Gewässern im Freistaat Karten erarbeitet, um die Bürger besser vor Gefahren durch Hochwasser schützen zu können.
Um Ergebnisse mit größtmöglicher Genauigkeit zu erzielen, sei es unabdingbar, an den Gewässern Ortsbegehungen und Vermessungsarbeiten durchzuführen. Im Gemeindegebiet Harsdorf werde das Fließgewässer Trebgast vermessen.


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