Dass der altgediente Zunftbaum in Marienweiher eigentlich ein Auslaufmodell ist, weil es in der kleinen Ortschaft kaum mehr Handwerker gibt, war den Mitgliedern des Mittwochs-Stammtisches schon länger klar. Am 5. Mai wird nun sein Schicksal endgültig besiegelt, der Baum wird umgelegt und vom Sportverein versteigert.
An seine Stelle wird ein prächtiger Pilgerbaum treten. Die Idee dazu ist den Stammtisch-Mitgliedern bei der Überlegung gekommen, wie auch sie ihren Beitrag zur Förderung der Wallfahrt leisten können, die nicht nur nach Ansicht von Albin Städtler für die gesamte Marktgemeinde Marktleugast von besonderer Bedeutung ist.

Jede Menge ehrenamtliche Helfer


Die Idee zum Pilgerbaum war also schnell geboren, die Frage der Realisierung nahm aber einige Zeit in Anspruch. Und das umso mehr, als sich bald herausstellen sollte, dass ein solcher Pilgerbaum nicht unerhebliche Kosten aufwerfen wird. Mit der Firma ISS fand sich dann ein Spender für die Materialkosten - und für die erforderlichen Arbeiten eine ganze Schar von freiwilligen Helfern. Der Wert ihrer Arbeit ginge wohl in den vierstelligen Bereich, wenn er denn zu bezahlen wäre. Ist er aber nicht, denn Theo Felgenhauer, Siegfried Baierlein, Klaus Hüller, Heiko Zörner sowie Berthold und Albin Städtler kümmerten sich ehrenamtlich um den insgesamt 22,5 Meter langen Stamm und seine Gestaltung, während Albrecht Schott als Holzfachmann dafür sorgte, dass der "Baum" zur Aufstellung ordentlich eingerichtet ist. Wolfgang Korzendorfer und Jens Pöhner haben unterdessen die umfangreichen Metallarbeiten erledigt.

Kommunale Wappen als Zierde


Denn am Pilgerbaum Marienweiher werden künftig die Wappen von 47 Ortschaften zu sehen sein, die Wallfahrergruppen nach Marienweiher entsenden. Hinzu kommen die Wappen der Feuerwehr, des SV und Gesangvereins Marienweiher. Und schließlich darf auch das Wappen von Eger nicht fehlen, zu dem Marienweiher eine ganz besondere Pilger-Beziehung unterhält.

Mehr zu dem Thema findet sich in der Bayerischen Rundschau vom Mittwoch.