Kulmbach
Kirche

Ein Ehepaar übernimmt zweite Pfarrstelle an Kulmbacher Petrikirche

Die zweite Pfarrstelle an der Kulmbacher Petrikirche ist künftig doppelt besetzt: durch das Pfarrer-Ehepaar Katharina und Ulrich Winkler.
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Landessynodalin Christina Flauder (rechts) übermittelte auch die Glückwünsche von Stadt und Landkreis und schenkte dem Pfarrehepaar einen Engel. "Jetzt ist die wichtigste Aufgabe, die Herzen der Menschen zu gewinnen", sagte Flauder. Sonny Adam
Landessynodalin Christina Flauder (rechts) übermittelte auch die Glückwünsche von Stadt und Landkreis und schenkte dem Pfarrehepaar einen Engel. "Jetzt ist die wichtigste Aufgabe, die Herzen der Menschen zu gewinnen", sagte Flauder. Sonny Adam
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Zum Michaelisfest, dem Fest der Engel, feierte die Petrikirchengemeinde am Sonntagnachmittag die Neubesetzung der zweiten Pfarrstelle. Katharina und Ulrich Winkler werden sich die Stelle teilen.

Das Pfarrehepaar hatte zunächst fünf Jahre in Grainau bei Garmisch-Partzenkirchen und danach 15 Jahre in Rothenburg ob der Tauber gewirkt. "In Rothenburg hatten Sie drei Kirchengemeinden, jetzt haben Sie eine Gemeinde mit drei Kirchen", sagte Dekan Thomas Kretschmar. Er wünschte sich, dass das Ehepaar die Herausforderungen annehmen und sich gut einleben werde.

Vier Kinder

Katharina und Ulrich Winkler haben vier Kinder. Die älteste Tochter Antonia studiert in Würzburg. Sohn Sebastian hat heuer sein Abitur gemacht und möchte jetzt ein Jahr Erfahrung im Berufsleben sammeln. Und die beiden kleineren Kinder, Paul und Charlotte, besuchen seit kurzem das Caspar-Vischer-Gymnasium.

Pfarrer Ulrich Winkler will sich auf die Gemeindearbeit konzentrieren, seine Frau wird Religionsunterricht geben.

"In jedem Kulmbacher Autokennzeichen"

Die Vertrauensfrau der Petrigemeinde, Adrienne Dörnhöfer, machte die Gläubigen auf eine Besonderheit aufmerksam: "In jedem Kulmbacher Autokennzeichen stecken die Anfangsbuchstaben der beiden Vornamen. Uns hat die offene, freundliche Art sehr gut gefallen."

"Jetzt gilt es nur, die Herzen der Menschen zu gewinnen. Das ist die wichtigste Aufgabe", sagte Landessynodalin Christina Flauder, die das Ehepaar Winkler auch im Namen der Stadt und des Landkreises begrüßte. "Es ist wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Das sei gerade in Zeiten, in denen viele sich vom Glauben abwenden, wichtig", so Christina Flauder. Zum Amtsantritt überreichte sie Engel.

Die stellvertretende Seniorin des Pfarrkapitels, Bettina Weber, hieß die beiden neuen Kollegen mit einem großen Korb aus dem Weltladen willkommen.

Der Schulbeauftragte der evangelischen Kirche, Gerald Scheil, hob hervor, dass jeder Pfarrer zu einem Viertel auch Lehrer sei. 350 000 Kinder in Bayern würden am evangelischen Religionsunterricht teilnehmen.

"Volksmissionarische Aufgabe"

"Das ist die größte volksmissionarische Aufgabe", so Scheil. Der Unterricht helfe Pfarrern, immer wieder neu über Religion nachzudenken, immer wieder den eigenen Glauben zu überprüfen. Außerdem halte er jung.

Katharina und Ulrich Winkler zeigten sich ganz bescheiden. "Wir bringen uns selbst mit", erklärten sie. Sie möchten die Türen des Pfarrhauses öffnen und hoffen, schnell Kontakt zu den Gemeindegliedern zu finden.

Katharina Winkler fühlte sich durch den Umzug ein bisschen an Abraham erinnert. "Wenn man neu an einen Ort kommt, muss sich alles erst einspielen", sagte sie. "Wir erleben aktuell ein freudiges Staunen. Es gibt hier so viel Faszinierendes zu entdecken", erklärte Ulrich Winkler. Die Umgebung sei reizvoll und erkundenswert, sagte der neue Pfarrer. Das Ehepaar radelt und wandert gerne. Außerdem gehören Fußball, Schwimmen, Genießen und Feiern zu den Hobbys der neuen Geistlichen.

Dekan Thomas Kretschmar führte das Pfarrehepaar offiziell in seine Ämter ein.

Bruder spielt an der Orgel

Eine Band, bestehend aus Christian Hanf, Stefan Lehner und Stefan Niemann, Organist Rainer Grampp und das Gesangsduo Karin Reinhold und Elke Höhn sorgten für die musikalische Umrahmung der Feier. Außerdem spielte Christoph Raum, der Bruder der neuen Pfarrerin, auf der Orgel.

Zum Einführungsgottesdienst waren auch zahlreiche Wegbegleiter des Ehepaars aus Rothenburg ob der Tauber angereist. Die Kirchengemeinde hatte im Anschluss ein reichhaltiges Kaffee- und Kuchenbüffet vorbereitet.

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