Kulmbach
Konzert

Egerländer Blasmusik in der Kulmbacher Stadthalle

Das Orchester Holger Mück glänzte mit Blasmusik bei seinem Auftritt in der Dr.-Stammberger-Halle.
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Sandra Spindler und Holger Mück präsentierten sich als perfekt aufeinander eingespieltes Gesangsduo.  Fotos: Sonny Adam
Sandra Spindler und Holger Mück präsentierten sich als perfekt aufeinander eingespieltes Gesangsduo. Fotos: Sonny Adam
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Als Ernst Mosch am 21. April 1956 mit Blasmusik aus dem Egerland seinen ersten großen Auftritt hatte, war das die Geburt einer Musikrichtung, die bis heute Blasmusikfreunde begeistert und in den Heimatsendern Erfolge feiert. Einen Beweis dafür lieferte Holger Mück aus Buchbach im Kreis Kronach, der mit seinem Orchester Holger Mück beim Auftritt in der Dr.-Stammberger-Halle mit dieser Musik begeisterte.


Opa aus dem Egerland

"Mein Opa war aus dem Egerland. Er war Heimatvertriebener. So kam ich schon als Kind mit dieser Musikrichtung in Kontakt", berichtete Orchesterleiter Holger Mück. Schon mit sechs Jahren spielte er in der heimischen Blaskapelle. Vor 14 Jahren gründete Mück dann sein eigenes Orchester. "Es gibt viele Egerländer Kapellen, aber wir sind das Orchester, das am nähesten am Egerland dran ist."
Auch die Trachten sind Original. Orchesterchef Mück und alle Musiker tragen Kniebundhosen mit dazu passenden handgefertigten Strümpfen und der rotbraunen Jacke. Der Clou an der Tracht sind die Hosenträger mit dem Latz. Auf dem Lederlatz prangt der sogenannte "Huasnoa(n)toutara". "Die Trachtenbeschaffungsstelle hat uns geholfen, Original-Trachten aufzutreiben", sagt Mück.
Die Mitglieder des Orchesters kommen aus ganz Deutschland. Es sind Profis oder Halbprofis mit Ambitionen. Aktuell spielt das Orchester eine neue CD ein. Rund 30 Auftritte in ganz Deutschland gehören dazu.


Ein eingespieltes Duo

In Kulmbach veredelten Holger Mück und Sandra Spindler die Musik gesanglich. Sie bilden ein perfekt aufeinander eingespieltes Duo. Auf ihrer Egerländer-Musikanten-Tour durfte natürlich der Titelsong "Wir sind Egerländer Musikanten" nicht fehlen. Die Musiker begeisterten mit einer Hommage an Ernst Mosch. Sie spielten in einem Medley Evergreens, die alle Egerland-Freunde kennen: den "Egerländer Musikantenmarsch, "Ohne Liebe" oder auch "Sterne der Heimat".
Das Orchester gab den Veteranen-Marsch zum Besten und die Helenka-Polka. Unter die Haut ging der "Mama-Walzer", bei dem Sandra Spindler und Holger Mück im Duett sangen. Sandra Spindler bereicherte das musikalische Programm mit einer ansprechenden Moderation.


"Rosen im Wind"

Mit "Die Musik geht uns ins Blut", "Rosen im Wind" und dem "Egerländer Sonntagsgruß" bestritten die Musiker den ersten Teil. Doch nicht nur die altbekannten Melodien kamen bestens an. Holger Mück und sein Orchester präsentierten auch neue Musik: Die Polka "Im Herzen jung" spielten die Musiker zum ersten Mal in Kulmbach. Außerdem steuerte der Orchesterchef Eigenkompositionen bei: Die Finkensteinpolka erzählte musikalisch von dem gleichnamigen Berg.
Doch nicht nur gemeinsam präsentierten die Musiker ihr Können, sondern auch solistische Einlagen gab es zu bestaunen. Stefan Schmalzl brillierte auf dem Tenorhorn, Sascha Dalke auf der Trompete.
Das Orchester präsentierte den neuen Marsch "Egerländer Blut", Titel wie "Egerländer Musikanten spielen", Träumereien aus dem Egerland" und "Sag mir was Liebes". Auch im zweiten Konzertteil durfte eine Hommage an Ernst Mosch mit "Ein böhmisches Herz" oder "Ja, so bist du!" nicht fehlen. Mit typischen Heimatliedern, dem "Gruß "Ich freu' mich so auf ein Wiedersehen" und "Alte Kameraden" verabschiedete sich das Orchester.


Die Kasendorfer Blasmusik

Eine gute Figur machte auch die Kasendorfer Blasmusik. Unter der Leitung von Florian Horner traten die Kasendorfer als "Vorgruppe" auf und stimmten mit Weisen wie "Musikantenliebe", den "Brucker-Lagermarsch" und der "Lausbubenstreich-Polka" das Publikum ein. Beim Walzer "Rauschende Birken" sang Orchesterleiter Florian Horner. Auch Hermann Horner und Stephanie Herold überzeugten mit ihren Gesangsdarbietungen. Höhepunkte waren der Kaiserin-Sissi-Marsch oder "Von Freund zu Freund".
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