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Marienweiher
Pilger

Dritte ökumenische Feuerwehrwallfahrt nach Marienweiher

Einen Teilnehmerrekord gab es bei der dritten LQN-Feuerwehrwallfahrt nicht zu verzeichnen, deshalb wünscht sich der neue Wallfahrtsseelsorger Pater Adrian im nächsten Jahr, doppelt so viele Feuerwehmänner.
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Der 23jährige Feuerwehrmann Dominik Rauh aus Steinbach trug das Kruzifix und führte den Wallfahrtszug an. Fotos: Sonja Adam
Der 23jährige Feuerwehrmann Dominik Rauh aus Steinbach trug das Kruzifix und führte den Wallfahrtszug an. Fotos: Sonja Adam
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Mit Musik und Bittgesängen machten sich die Wallfahrer bei der dritten ökumenischen Feuerwehrwallfahrt von Marktleugast auf den Weg. Den Zug führte aus Steinbach Feuerwehrmann Dominik Rauh (23) an und kurz vor der Basilika holten die Ministranten dann die Wallfahrer ab und geleiteten sie die letzten Meter zum Gotteshaus.

Dominik Rauh ist seit seinem 16. Lebensjahr bei der Feuerwehr - und natürlich war es für den Feuerwehrmann eine besondere Ehre, das Kreuz vorauszutragen. Es folgten der neue Marktleugaster Bürgermeister Franz Uome sowie der Pressecker Pfarrer Siegfried Welsch und der neue Wallfahrtsseelsorger Adrian Manderla, die Feuerwehrführungskräfte und Ehrengäste. Der Wallfahrtsseelsorger trug mit Stolz eine Feuerwehrmütze auf dem Kopf.
Denn in jungen Jahren war er selbst bei der Feuerwehr aktiv, jetzt ist er Ehrenmitglied.

An der ökumenischen Feuerwehrwallfahrt von Marktleugast nach Marienweiher beteiligten sich die Feuerwehren Steinbach, Kupferberg, Marktleugast, Mannsflur, Marienweiher, Schlockenau, Neuensorg und Steinbach mit knapp 100 Feuerwehrdienstleistenden. "Von uns wird erwartet, dass wir dort helfen, wo Entsetzliches geschehen ist, wo Menschen verletzt wurden, wo sie Unersetzliches verloren haben"; brachte Wallfahrtsseelsorger Adrian die Anliegen der Feuerwehrler in der Andacht auf den Punkt. "Wir werden mit Leid und Trauer konfrontiert. Und manchmal brennen sich die schrecklichen Bilder in unsere Seele ein", thematisierte der Wallfahrtsseelsorger die Anliegen der Feuerwehrler und bat: "Hilf, dass die Belastungen nicht zu groß werden. Lass uns erkennen, wie hilfreich die Gabe des Gespräches ist. Gib uns Menschen an die Seite, die Verständnis für die Belastungen unseres Dienstes haben, die Vertrauen schaffen können und Wege zur Entlastung weisen", so Pater Adrian.

Die dritte Feuerwehrwallfahrt stand ganz im Zeichen der Ökumene, deshalb wirkte auch der evangelische Pfarrer Siegfried Welsch an der Andacht mit und las das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Die Feuerwehrmänner und -frauen helfen jeden Menschen, sie fragen nicht, was die Hilfe ihnen persönlich bringt. Das bedeutet: Die Feuerwehrler leisten Nächstenliebe im wahrsten Sinne des Wortes, ohne Eigennutz. "Und deshalb braucht die Kirche die Feuerwehr, aber die Feuerwehr auch die Kirche. Denn alle, die Dienst bei der Feuerwehr tun, bauen auf den Gedanken der Nächstenliebe", so Welsch.

"Ich wünsche mir, dass sich im nächsten Jahr die Zahl der Teilnehmer verdoppelt", hatte der neue Marienweiherer Wallfahrtsseelsorger bei der dritten ökumenischen Feuerwehrwallfahrt einen ganz persönlichen Antritts-Wunsch auf dem Herzen.
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