Himmelkron
Flurbegehung

Dimension des Vorhabens beeindruckte

Die Bürgerinitiative gegen das geplante Gewerbegebiet in Himmelkron sah sich vor Ort um.
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Nahe der Bundesstraße 303 traf man sich, um sich einen Eindruck vom geplanten Gewerbegebiet zu verschaffen.privat
Nahe der Bundesstraße 303 traf man sich, um sich einen Eindruck vom geplanten Gewerbegebiet zu verschaffen.privat

Die Bürgerinitiative "Nein zum weiteren Gewerbegebiet in Himmelkron" hatte zu einer Flurbegehung durch das geplante Gewerbegebiet eingeladen, um das ganze Ausmaß des Vorhabens zu erläutern. Über 40 Bürger kamen der Einladung nach.

Unter Führung von zwei Gemeinderatsmitgliedern wurde zunächst ein Stück "Heimatkunde"

vorgeschaltet. Im Neubaugebiet an der Frankenfarm erfuhren die Wanderer, wo eventuell ein

Altenheim in Himmelkron entstehen könnte. Weiter ging's zum Geiersbach und zur ehemaligen Bahnlinie. Der von der Gemeinde Himmelkron auf einer Länge von 1,5 Kilometern vorgenommene ökologische Gewässerausbau wurde von den Naturschützern ausdrücklich gelobt.

Im zweiten Teil wurde es ernst. Vor der Überquerung der B 303 kam so etwas wie eine Vorahnung auf, welche immensen Verkehrsprobleme gelöst werden müssen, sollte das riesige Gewerbegebiet Wirklichkeit werden. Die geometrisch Begabten ermittelten, welche Entfernung in Richtung Norden etwa abgeschätzt werden müsse, um mit einer Grundlinie von ca.500 Metern

(Frankenfarm bis Einfahrt A9) auf die ominöse Fläche von 24 Hektar(240 000 Quadratmeter) zu kommen.

Schwierige Entwässerung

Das Gefälle in Richtung Streit offenbarte, wohin künftige Oberflächenwasser unbekannten Ausmaßes zum Streitmühlbach abgeleitet werden müssen. Am Schluss der Begehung wurde wohl jedem Teilnehmer klar, welche Entwässerungs- und Verkehrsprobleme gelöst werden müssen, um die baulichen und gesamtwirtschaftlichen Probleme in den Griff zu bekommen, von der Zerstörung der Natur ganz zu schweigen. Sinnigerweise führte der Weg an der alten Trasse der A 9 entlang, deren Wert als Biotop unumstritten ist.

Im dritten Teil der Besichtigung machte sich große Erleichterung breit, als man die Streit als noch unberührten Teil der Natur erreichte, sich mit Getränken und Würstchen stärken und die vielfältigen

Eindrücke im Gespräch verarbeiten konnte.



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