Kulmbach

Die Zeit, in der die Zeit stillsteht

Die Rauhnächte, die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag, gelten seit jeher als heilige Zeit.
Artikel drucken Artikel einbetten
Furchterregende Gesellen treiben mancherorts ihr Unwesen während der Rauhnächte. Aber es ist auch eine Zeit des Innenhaltens, eine Auszeit zwischen den Jahren.Foto: Armin Weigel/dpa
Furchterregende Gesellen treiben mancherorts ihr Unwesen während der Rauhnächte. Aber es ist auch eine Zeit des Innenhaltens, eine Auszeit zwischen den Jahren.Foto: Armin Weigel/dpa

Es ist eine Phase der Stille und Ruhe, in der auch die Arbeit ruht. Und es ist eine Zeit der Vorbereitung und Planung für das neue Jahr.

Auch in Kulmbach war in den letzten Tagen dieses Durchschnaufen spürbar. Als wäre die Zeit stehen geblieben. Ein paar kulturelle Veranstaltungen, ein wenig Geselligkeit, alles andere kann und muss warten, denn die gewünschten Ansprechpartner sind nur in wenigen Fällen zu erreichen.

Freilich gab es diese Auszeit nicht für alle. Auch zwischen den Jahren werden Patienten und Pflegebedürftige versorgt, Geschäfte geöffnet, Brötchen gebacken, Autos repariert und Zeitungen gedruckt.

Mit dem Dreikönigstag ist gestern nun für fast alle die Pause zu Ende gegangen, und das neue Jahr wird jetzt richtig Fahrt aufnehmen. Was es uns wohl bringen wird?

Laut der Überlieferung sind die Träume in den zwölf Rauhnächten Vorboten für je einen der folgenden Monate. Soweit es mich betrifft: Lieber nicht!

So schließe ich mich jetzt lieber all denen an, die voll Tatendrang für 2020 sind, den Hobbygärtnern, die es kaum erwarten können, dass die Saison startet, den Sportlern, die wieder hoch motiviert ins Training starten, alle denen, die jetzt richtig anpacken wollen.

Stimmungsmäßig geht's auf jeden Fall wieder "nauswärts". Freuen wir uns darauf!

Verwandte Artikel

Kommentare (1)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren