Thurnau
Wirtschaft

Die Thurnauer Sparkasse kehrt zurück ins alte Rathaus

Im alten Rathaus wird am Mittwoch die neue Thurnauer Sparkassen-Filiale eröffnet.
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Im sanierten alten Rathaus eröffnet die Sparkasse am  kommenden Mittwoch ihre neue Filiale.Alexander Hartmann
Im sanierten alten Rathaus eröffnet die Sparkasse am kommenden Mittwoch ihre neue Filiale.Alexander Hartmann

Die Thurnauer Sparkasse kehrt ins alte Rathaus zurück: Am kommenden Mittwoch wird die neue Filiale am Rathausplatz nach einer umfangreichen Sanierung des historischen Gebäudes eröffnet.

Es ist ein denkmalgeschützter Sandsteinquaderbau aus dem Jahr 1792, in dem das Kreditinstitut früher schon über Jahrzehnte beheimatet war. Und zwar von 1926 bis 1965, eine Zeit, an die sich ganz besonders Helma Schmidt erinnert, war es doch ihr Vater Hans Löhr, der nicht nur Gemeindesekretär, sondern dort auch der erste Sparkassenleiter war. "Ich finde es wunderbar, dass die Sparkasse wieder ins alte Rathaus zieht", sagt die Thurnauerin, die aus Erzählungen und Dokumenten ihres Vaters weiß, dass das Gebäude, das anfangs eine Kommunbrauerei war, vor dem Einzug in den 20er-Jahren zunächst auch umgebaut worden ist.

Die Thurnauer Sparkasse war die erste im heutigen Landkreis Kulmbach. Sie wurde 1835 - fast 30 Jahre vor der Kulmbacher Sparkasse - gegründet. Friedrich Carl Hermann, Graf und Herr von Giech, hat die "Thurnauer Spar- und Leihcasse" aus der Taufe gehoben, die anfangs im Gebäude der einstigen Domänenkanzlei (Schlosspark 4) untergebracht war, wie Uta von Pezold in ihrer historischen Schrift über die Sparkassen-Geschichte berichtet.

Einst auch in einem Gasthof

Nach einer Zeit, in der die Bankgeschäfte in Räumen im früheren Gasthof "Weißer Schwan" (Kulmbacher Straße 2) getätigt wurden, ging die Sparkasse 1926 ins alte Rathaus, ehe 1965 der Umzug in die Bahnhofstraße erfolgte, in dem sie sich nun über fünf Jahrzehnte befunden hat.

Mit der Sanierung des alten Rathauses hat der Markt Thurnau den Weg frei gemacht für die Rückkehr zum Rathausplatz. "Wir sind froh, dass wir die Sparkasse als Ankermieter gewinnen konnten", sagt Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU), der weiß, dass es zwischenzeitlich auch andere Pläne gegeben hat. So stand der Umbau der jetzigen Filiale ebenso zur Diskussion wie der Umzug in ein geplantes Dienstleistungszentrum auf dem früheren Bahnhofsgelände, das dann allerdings nicht realisiert wurde.

Warum die Sparkasse den Standort wechselt? "Die bisherige Filiale genügt den aktuellen Anforderungen im derzeitigen Zustand nicht mehr", sagt der Pressesprecher der Sparkasse Kulmbach-Kronach, Markus Lieb. Im alten Rathaus könne man künftig eine moderne Beratungsinfrastruktur in barrierefreien Räumen bieten.

Zudem stehen dort laut Lieb ausreichend Parkmöglichkeiten direkt vor dem Eingang zur Verfügung. Die Parksituation wird sich damit verbessern, befinden sich die Stellflächen vor der Noch-Filiale doch auf einem abschüssigen Gelände. Das Ein- und Ausparken war dort nicht selten mit Problemen verbunden.

Wird Wohnraum geschaffen?

"Die Rückkehr in das Gebäude am Rathausplatz freut uns sehr und macht uns auch ein bisschen stolz", sagt der Pressesprecher. Was aus dem Gebäude in der Bahnhofstraße wird, das der Sparkasse gehört? "Es laufen Gespräche mit zwei Interessenten, die Wohnraum durch Umbaumaßnahmen schaffen wollen", teilt Lieb mit.

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