Laden...
Kulmbach
Schulamt

"Die Schule soll Spaß machen"

Michael Hack ist einer der jüngsten Schulamtsleiter in Bayern. Der 42-Jährige tritt in Kulmbach die Nachfolge von Jürgen Vonbrunn an.
Artikel drucken Artikel einbetten
Michael Hack ist der neue Leiter des Staatlichen Schulamts. Foto: Alexander Hartmann
Michael Hack ist der neue Leiter des Staatlichen Schulamts. Foto: Alexander Hartmann
Er ist mit gerade mal 42 Jahren auf der Karriereleiter schon weit nach oben geklettert und jetzt dort angelangt, wo die meisten Kollegen erst mit über 50 ankommen: Michael Hack war Lehrer, Konrektor, Rektor und zuletzt drei Jahre bei der Regierung von Oberfranken tätig. Seit dem 17. Juli ist der Ebermannstadter der neue Leiter des Staatlichen Schulamtes in Kulmbach. Er tritt die Nachfolger von Jürgen Vonbrunn an, der in den Ruhestand gegangen ist.


"Besonders aufgeschlossen"

Bei der Regierung war der Computer-Experte Hack zuletzt vor allem mit der Einführung einer Verwaltungs-Software befasst. Jetzt rückt er wieder näher an den Schulalltag heran. "Darauf freue ich mich sehr, weil ich ja den Lehrerberuf gelernt habe", sagt der 42-Jährige. Hack hat sich bewusst auf die Stelle in Kulmbach beworben, "denn während meiner Zeit bei der Regierung bin ich durch alle Landkreise gefahren und habe die Kulmbacher als besonders aufgeschlossen und freundlich kennengelernt."


Ansprechpartner für 370 Lehrer

Im Kulmbacher Schulamt ist er Ansprechpartner für 370 Lehrer in 27 Grund- und Mittelschulen. Er habe ein offenes Ohr für jeden, sagt Michael Hack, der sich selbst als ein Mann des Ausgleichs sieht und weiß, dass er natürlich auch mit Elternbeschwerden konfrontiert werden wird. Es sei das gute Recht der Erziehungsberechtigten, bei Problemen das Amt zu kontaktieren, "auch wenn es der normale Weg ist, sich erst mal an die Lehrer oder die Schulleitung zu wenden".


Es muss nicht immer das Abi sein

Der Schulbesuch solle Spaß machen, dürfe keine Qual sein, sagt der 42-Jährige, der für Eltern Verständnis hat, die für ihr Kind das Bestmöglichste wollen und den Gymnasium-Besuch anstreben. Doch es müsse nicht immer der Abiturabschluss sein, sagt der zweifache Familienvater. Auch Absolventen der Mittelschule seien sehr gut ausgebildet und hätten gerade in Zeiten des Lehrstellenmangels wahrlich gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Dass es auch im Landkreis Kulmbach keinen Lehrerüberschuss gibt, dessen ist sich der neue Schulamtsleiter bewusst. Drei Stellen seien derzeit ausgeschrieben, sagt Michael Hack, der hofft, dass diese schnell besetzt werden können und es im neuen Schuljahr dann auch keinen Lehrerengpass geben wird.


"Ich trete in große Fußstapfen"

Michael Hack, der vor seiner Tätigkeit bei der Regierung von Oberfranken unter anderem Konrektor an einer Mittelschule in Forchheim und Leiter der Mittelschule in Gräfenberg (Landkreis Forchheim) war, wird im übrigen weiterhin in Ebermannstadt wohnen. Er werde täglich pendeln, sagt der 42-Jährige, für den Kulmbach aber keine kurze Durchgangsstation sein soll.


"Trete in große Fußstapfen"

Er wolle die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Jürgen Vonbrunn ("Ich trete in große Fußstapfen") fortsetzen, setze auf Teamarbeit, sagt Michael Hack, der hofft, dass auch die Stelle des stellvertretenden Schulamtsleiter bald wieder besetzt sein wird.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren