Kulmbach
Burggeflüster

Die Natur hat Durst

Haben Sie es auch gespürt - das große Aufatmen der Pflanzen nach dem ersten nennenswerten Regen seit Wochen? Das war dringend nötig!
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Gemüse- und Salatpflanzen in den Gärten und auf den Feldern haben den Regen dringend gebraucht. Foto: Dagmar Besand
Die Gemüse- und Salatpflanzen in den Gärten und auf den Feldern haben den Regen dringend gebraucht. Foto: Dagmar Besand
Man konnte praktisch dabei zusehen, wie sich die schlappen Gemüsepflänzchen, Blumensämlinge und Kräuter aufrichteten und neue Kraft tankten.

Während wir Menschen uns nach den langen Wintermonaten über eine Schönwetterperiode mit viel Sonnenschein und für Mai ungewöhnlich warmen Temperaturen gefreut haben, hat die Natur gelitten. Die Kombination von Sonne und Wind hat die Böden bis in die Tiefe ausgetrocknet, und ohne Wasser kann nun mal nichts wachsen.

Im Hausgarten gleichen wir das aus, indem wir das Wasser aus unseren Regenfässern auf die Beete verteilen und notfalls noch mit Leitungswasser nachhelfen.

Die Bauern können das auf ihren Feldern nicht machen: Sie sind gerade jetzt auf Regen angewiesen, damit die Saaten aufgehen und die Jungpflanzen sich kräftig entwickeln. Für die Landwirte sind lange Trockenphasen gerade jetzt im Frühling ein Desaster. Sie alle werden sich deshalb über den Regen gefreut haben.

Ein bisschen mehr darf es aber gerne noch werden. 4,7 Liter pro Quadratmeter am Dienstagabend und noch mal ein Liter am Mittwochmorgen sind schon mal besser als nichts, aber damit auch die tieferen Wurzeln etwas abkriegen, wäre noch ein längerer kräftiger Landregen recht. Der kann ja gerne nachts kommen, wenn wir sonnenverliebten Zweibeiner schlafen. Dann werden alle glücklich.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren